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Sentres Magazin – Sport & Touren

Rucksack packen leicht gemacht

Rucksackpacken als sonntägliche Herausforderung. Was packe ich in den Rucksack? sentres hat beim Bergführer Erwin Steiner von der Alpinschule Globo Alpin in Toblach nachgefragt, wie ein gut gepackter Rucksack für Ein- und Mehrtageswanderungen aussieht.

Edith Runer im Gespräch mit Bergführer Erwin Steiner für sentres.com.

Mutter Natur hat uns das Wandern quasi in die Wiege gelegt – oder besser: die Berge vor die Haustür gesetzt. Für viele Südtiroler gehört  zu einem gelungenen Wochenende ein Wandertag, und zu einem richtigen Sommer eine Wanderwoche.

Das Rucksack-Packen ist da oft schon Routine. Für die einen, weil sie ohnehin nur das Nötigste mitnehmen, für die anderen, weil viele Utensilien praktisch die gesamte Saison über im Rucksack bleiben und lediglich der Tagesbedarf dazu gepackt wird. Das hat zur Folge, dass die einen – im Notfall – zu schlecht ausgerüstet sind, der Rucksack der anderen hingegen von Tour zu Tour schwerer wird.

Der richtige Rucksack. Wie sieht der ideal gepackte Rucksack für die Ein- oder Mehrtageswanderung aus?
Punkt 1: der richtige Rucksack.  „Das Tragesystem muss der Statur des Trägers angepasst sein“, betont der Bergführer Erwin Steiner, „sonst wird der Rucksack schnell zur Last.“ Eine einfache Trägertasche, die man vielleicht beim Preisausschreiben gewonnen hat, sollte daher maximal für einen Stadtbummel verwendet werden. Den Wanderrucksack hingegen ersteht man beim Sport-Fachhändler, der auch Tipps für das richtige Einstellen der Riemen geben kann.

Punkt  2: die Gewichtsverteilung. Damit während des Tragens die Schultern nicht schmerzen, die Arme nicht einschlafen und der Rücken nicht überstrapaziert wird, rät Bergführer Erwin Steiner: „Schwere Dinge im Rucksack grundsätzlich nahe am Körper und im Schulterbereich platzieren.“ Leichteres wie etwa der Poncho, die Jacke oder Hüttenschlafsack gehören in die untere Hälfte des Rucksacks. Kleinigkeiten, die griffbereit sein sollten, finden im Deckelfach oder in den Außentaschen Platz, beispielsweise die Sonnenbrille oder die Wanderkarte.

Punkt 3: der Inhalt. Jedes Rucksack-Packen, egal ob für einen oder mehrere Tage, sollte mit der Frage beginnen: Was kann ich weglassen? Ob Bekleidung, Kosmetik oder Spielkarten – „meistens schleppen wir eher zu viel als zu wenig mit“, weiß Bergführer Erwin Steiner aus Erfahrung.

Das muss rein. Die folgenden Utensilien sollten in jedem gut gepackten Rucksack vorhanden sein.
Unbedingt in jeden Rucksack muss – neben nicht zu viel Wechselkleidung - das Erste-Hilfe-Paket, das überdies regelmäßig auf Verfallsdaten kontrolliert werden sollte. Nie daheim bleiben darf zudem der Regenschutz. „Beim Wandern hat sich der sogenannte Poncho als leichtes und luftdurchlässiges Überteil bewährt, mit dem man auch den Rucksack schützen kann“, weiß der Bergführer. Beim Bergsteigen sei ein Poncho hingegen nicht ratsam. Als recht praktisch für Wanderungen habe sich ein kleiner Regenschirm erwiesen. „Auch er schützt Körper und Rucksack und nimmt kaum Platz weg.“

In jeden Rucksack gehört auch eine gute topografische Karte: „Auch wenn man auf markierten Wanderwegen unterwegs ist, hilft sie bei der Orientierung.“ Gegen Durst und Erschöpfung hilft hingegen eine Flasche mit Wasser oder eine Kanne mit Tee. Ein Bissen zum Essen, ein kleiner Snack kann nie schaden. Und was gehört  bei Mehrtagestouren zusätzlich in den Rucksack? Wichtig sind ein Personal-  und ein Alpenvereinsausweis (für Mitglieder). Ebenfalls sollte eine Stirnlampe und etwas „Werkzeug“ im Rucksack verstaut werden. „Mit einem Taschenmesser oder einem sogenannten Leatherman, einem Tape, einigen Kabelbindern und einer Schnur bzw. einem Reepschnürl kann man alle möglichen Dinge reparieren“, sagt Erwin Steiner. Wer auf Hütten übernachtet, dem empfiehlt sich auch, den eigenen  Hüttenschlafsack, möglichst aus leichter Seide, mitzunehmen.  

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