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Sentres Magazin – Natur & Umwelt

Raus in die Nebelsuppe

Das muss nicht sein. Denn dagegen gibt es ein einfaches Rezept: Bewegung im Freien. Wer sich abhärtet, der stärkt das Immunsystem.

Zugegeben, wenn draußen der Nebel durch die Bäume schleicht, die Feuchtigkeit geradezu durch Mark und Bein dringt, Wiesen und Wege nass sind und die Landschaft in einer undurchsichtigen Hülle verschwindet, dann treibt das nicht gerade den Sportsgeist an. Doch wer im Herbst und Winter einer Grippe oder Erkältung vorbeugen möchte, der sollte genau das tun, was unlogisch erscheint: sich im Freien bewegen.

Den Körper abhärten
Der Grund: Verantwortlich für Erkältungen und Grippe sind Viren, die die mangelnden Abwehrkräfte bei den Menschen „kalt“ ausnützen. Diese Viren gelangen meist über den Kontakt mit anderen Personen in den Körper, zum Beispiel in die Schleimhaut und sollten dort eigentlich abgewehrt werden. Doch wenn das Immunsystem des Körpers geschwächt ist, haben die Viren sozusagen "freie Bahn". Jetzt könnte man sagen: Gut, ich bleibe im Haus, also setze ich mich keinen Viren aus und kann mich auch nicht erkälten. Falsch! Wer sich nie in der frischen Luft aufhält, dessen Immunsystem wird verwöhnt, die Abwehrkräfte sind unterfordert, und schon beim geringsten Anlass stürzen sich die Viren in den Körper: Man erkältet sich oder wird krank. Im Freien hingegen härtet sich der Organismus ab, muss sich immer wieder mit Viren und Bakterien auseinandersetzen und lernt so, sich dagegen aufzubäumen.

Die richtige Bekleidung
Aber Achtung: Bewegung im Freien, bei Nässe und Kälte, erfordert richtiges Verhalten und die richtige Bekleidung. Denn sonst rächt sich der Körper tatsächlich mit Schnupfen, Husten und Fieber. Ein Baumwoll-T-Shirt mit dicker Daunenjacke drüber ist die denkbar schlechteste Kleiderwahl für herbstliche Spaziergänge und Wanderungen. Man schwitzt leicht, und der Schweiß hat keine Möglichkeit, nach draußen zu gelangen. Außerdem kühlt man schnell aus, wenn man mal kurz stehen bleibt.
Stattdessen sollte das gute alte Zwiebelprinzip Anwendung finden: als unterste Schicht eine eng anliegende Funktionsunterwäsche, dann als Mittelschicht je nach Temperatur und sportlicher Intensität ein dünnes oder dickeres Stretch-Fleece. Darüber sollte man - wenn notwendig - einen dünnen Windstopper tragen. Und wenn‘s dann kalt und nass wird, also vor allem beim Abwärtsgehen und bei Regen- oder Schneefall, kommt ein wind- und wasserdichtes Softshell zum Einsatz.
Zur Grundausstattung auch bei herbstlichen Ausflügen gehört ein Stirnband und/oder eine Mütze sowie Handschuhe.
Übrigens: Der gute alte Spruch „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ mag bei Sofaliebhabern zwar abgedroschen klingen, er ist aber nur in den seltensten Fällen widerlegbar.

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