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Sentres Magazin – Sport & Touren

Nächtigungsrückgang auf Schutzhütten

Sommer 2011; ein Sommer, der keiner ist. Der Frühling verlief noch ganz passabel, sogar schon etwas sommerlich. Die frühen wärmenden Sonnenstrahlen zauberten so manches Lächeln in die Gesichter der Menschen. Der Monat Mai wurde seinem Namen gerecht und wurde ein Wonnemonat, Juni anfangs auch noch, doch bald wendete sich das Wetterblatt.

Die Wolken am Himmel mehrten sich, die abendlichen und immer öfter auch nachmittäglichen Gewitter wurden für die Südtiroler so normal wie der allabendliche Blick auf den Wetterbericht. Sommergewitter, seit jeher erfrischende Einschlafhilfen in viel zu heißen Sommernächten, wuchsen zu handfesten Landregentagen heran.

Nur noch selten stieg die Quecksilbersäule über die sommerliche 30 Grad-Marke. Kühle, verregnete Wochenenden wurden zum ärgerlichen Inbegriff des heurigen Sommers. In den Tälern schwangen sich die Outdoorliebhaber des öfteren auf das Fahrrad um nicht ganz um die Sommermonate betrogen zu werden. Meist endete solch ein Ausflug auf dem Drahtesel feucht oder gar nass, und das nicht unbedingt wegen der großen Hitze.

Böser Bube Wetterdienst

Für die Schutzhütten bedeutete das feuchte Wetter meist weniger Tagesgäste und auch einen leichten Rückgang der Nächtigungen. Der eigentliche Umsatzkiller war dabei der Wetterdienst, der in seinen Schlechtwetterprognosen anscheinend nicht immer die Wetterrealität traf. Jedenfalls entstand genau dieser Eindruck bei so mancher Hüttenwirtin. Frau Mahlknecht von der Mahlknechthütte auf der Seiser Alm meinte dazu: "..dass es schon ziemlich ärgerlich wäre, wenn Regen angesagt wurde und draussen der Sonnenschein den Tag erhellte!"

Die Wirtin der Landshuter Europahütte in Pfitsch, Frau Holzer, fand die Wetterdienstmeldungen ebenfalls wenig zielsicher: "Es kann ja mal passieren, dass da mal danebengeschossen wird, doch wenn es so oft hintereinander passiert, dann hat das schon einen gewissen Umsatzeinbußen zur Folge!" Frau Messner der Schlüter Hütte in Villnöss war mit ihrer Nächtigungsrate zufrieden und fand auch keine gravierenden Prognosenfehler beim Wetterdienst.

Treffende Wetterprognosen sind in der gebirgigen Landschaft Südtirols nicht einfach. Zuviele Erhebungen und Vertiefungen verfälschen nur allzuoft die Wetterströmung und lassen Niederschläge dort fallen, wo die Wolken als erstes mit einem Berg "kollidieren". Vorausgesagte Niederschlagsgebiete werden zu Schönwettergegenden und umgekehrt. Insgesamt eine Situation, die so manchen Meteorologen trotz des kühlen Wetters zum Schwitzen bringt. Naja, hoffentlich wird´s ein schöner Herbst.

Sonnige Herbstage sind Tourentage

Tourenvorschläge in der Nähe der angegebenen Schutzhütten sind der Mittlere Molignon (Laurenzisteig), ein Klettersteig für konditionsstarke Bergsteiger, die Rundwanderung um den Peitler Kofel, für Liebhaber von herrlichen Ausblicken und der Landshuter Höhenweg, der vom Pfitscherjoch zur Landshuter Hütte führt. Die Öffnungszeiten der oben genannten Schutzhütten sind die folgenden: die Mahlknechthütte ist bis zum 25. Oktober, die Schlüterhütte bis Anfang Oktober und die Landshuter Europabrücke bis Ende September für Übernachtungen offen. 

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