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Sentres Magazin – Natur & Umwelt

Mehr Sicherheit bei Wintertouren - Teil 2

Mehr Tipps von Spezialisten und was man immer beachten muss.

Im Zusammenhang mit dem Lawinenlagebericht gibt es noch ein paar Richtlinien, die weniger Erfahrenen die Einschätzung etwas erleichtern: die sogenannten Limits:

Stufe 2: Verzicht auf Hänge ab 40 Grad Neigung, vor allem in der Exposition Nord.
Stufe 3: Verzicht auf Hänge ab 35 Grad Neigung in allen Expositionen.
Stufe 4: Verzicht auf Hänge ab 30 Grad Neigung in allen Expositionen.

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Um diese Limits interpretieren zu können, bedarf es allerdings einer guten Einschätzung der Hangneigung. Auch hier gibt es Richtlinien: Sobald Spitzkehren notwendig sind, hat der Hang eine Neigung von ungefähr 30 Grad (ansteigend je nach Häufigkeit von Spitzkehren). Offene Schuttkare sind in der Regel um die 35 Grad „geneigt“, felsdurchsetztes Gelände hat oft schon 40 Grad und mehr.

Wichtig: Die Limits sind lediglich grobe Richtlinien, keine Regeln.

Die verflixte Stufe 3 (erheblich) ist, wenn man so will, die „gefährlichste“ (weil am schwierigsten einzuschätzende) Warnstufe. Der Grund: Sie umfasst ein sehr weites Feld an Risiken, die über der 2 liegen, sie ist aber noch keine 4, weshalb man sich oft doch noch ins Gelände wagt. Die meisten Lawinenunfälle passieren bei Warnstufe 3. Was raten die Bergführer? Auf jeden Fall: erhöhte Aufmerksamkeit und gezielte Auswahl der Tour. Wer nicht nur die Warnstufen-Grafik im Lawinenlagebericht anschaut, sondern auch die Expositions-Grafik und den Text, der kann daraus noch viel „herauslesen“. Und: Im Zweifelsfall besser verzichten.

Aufmerksamkeit ist eigentlich „Pflicht“ für jeden Tourengeher. Dann nämlich erkennt man auch die Alarmzeichen für Lawinen. Vier wichtige sind es, die beim Info-Abend genannt wurden: 1. Das „berühmte“ Wumm-Geräusch, das in der Regel auf eine instabile Schneedecke hindeutet; 2. Auffällige (und unauffällige) Windverfrachtungen – vor allem im steileren Gelände; 3. sichtbare Spontanlawinen (Schneebretter) im Einzugsgebiet; 4. Eine hohe Neuschneemenge (nicht immer gefährlich, aber vor allem in Verbindung mit Wind).

Viele Tipps gaben die Bergführer den Zuhörern noch mit. Unter anderem: Nie ans körperliche Limit gehen, weil man dadurch in der Regel das Gefühl für die Gefahr verliert. Und: Vor der Tour zusätzliche Infos von Bekannten oder lokalen Berg- und Skiführern einholen.

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