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Sentres Magazin – Natur & Umwelt

Mehr Sicherheit bei Wintertouren - Teil 1

Auch wenn die Verhältnisse noch nicht ideal sind, haben viele Skitourengeher ihre Bretter und Felle schon aus dem Keller geholt. Insider-Tipps für mehr Sicherheit im Gelände - auch für Schneeschuhwanderer und Freerider - hat sentres von Profis bekommen.

Pünktlich zur Eröffnung der Wintersaison gehört die Fortbildung zum fixen Programm von alpinen Organisationen. Der Bergrettungsdienst Bozen-Sarntal lud dieses Jahr zu zwei Stunden praxisorientierter Lawinenkunde – ohne viele Statistiken und Formeln, sondern mit Tipps von zwei Profis, die Anfängern und erfahrenen Wintersportlern aus ihrer täglichen Erfahrung als Bergführer berichteten.

Wie plane ich eine Skitour? Wie schätze ich die Lawinensituation vor Ort ein? Bei welcher Lawinenstufe kann ich wo aufsteigen und abfahren? Welche sind die wichtigsten Alarmzeichen bei Lawinengefahr? Mit diesen Fragen setzten sich Michi Andres und Erwin Steiner von der Alpinschule GloboAlpin im lockeren Gespräch mit den Teilnehmern auseinander.

Empfohlene Sportfachgeschäfte in Südtirol:
- in Gröden - Maciaconi Sport in St. Christina
- im Passeiertal - Sportland in St. Leonhard
- im Wipptal - Sport Center in Sterzing
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Einige zentrale Punkte aus dem Gespräch:

Der Lawinenlagebericht (Südtirol www.provinz.bz.it/lawinen bzw. für Tirol lawine.tirol.gv.at bzw. fürs Trentino www.meteotrentino.it – bollettino valanghe) ist nach wie vor die wichtigste Informationsquelle für alle, die außerhalb gesicherter Pisten unterwegs sind. Ratsam ist es, den Bericht nicht nur am Tag vor einer Tour zu lesen, sondern ihn laufend – also regelmäßig den Winter über - zu verfolgen. Der Grund: Wetter, Temperaturen und Wind beeinflussen die Schneedecke kontinuierlich. Wer ständig auf dem Laufenden ist, der kann Gefahren wie eine schlechte Bindung der Schneedecke besser einschätzen.

Mehr dazu:
- die besten Skitouren auf sentres.com
- die schönsten Schneeschuhwanderungen

Aber: Der Lawinenlagebericht allein sagt noch nicht alles über die Situation bei einzelnen Touren aus. Er ist regional gültig, vor Ort müssen Tourengeher jedoch imstande sein, mögliche Gefahrenzonen bzw. Abweichungen vom Lawinenlagebericht zu erkennen. Beispiel: In relativ flachem Gelände muss eine Stufe 3 oder gar 4 nicht unbedingt ein Grund zum Rückzug sein. Umgekehrt kann bei Stufe 2 in steilen Rinnen und bei tageszeitlicher Erwärmung durchaus Lawinengefahr bestehen. Hier ist es vor allem die Erfahrung und das ständige Üben, was dem Skitourengeher Sicherheit gibt. Trotzdem, so die Bergführer, sollten auch „erfahrene“ Tourengeher auf ihr Bauchgefühl hören und im Zweifel nicht dem „Gruppenzwang“ unterliegen, sondern umkehren bzw. eine andere Route wählen.

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