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Sentres Magazin – Sport & Touren

"Marmotta Trophy" - erster Skitouren-Weltcup in Martell

sentres im Gespräch mit dem OK-Präsidenten des ersten Südtiroler Skitouren-Weltcups

„Eine Ganzkörpererfahrung mit Gipfelerlebnis“ – so beschreibt Georg Altstätter die Faszination Skibergsteigen. "Präparierte Pisten, beheizter Lift und Aprés Ski ziehen längst nicht mehr. Man ist heute auf der Suche nach dem Echten; nach dem Puren.“, so erklärt sich der OK-Präsident der “Marmotta-Trophy” den Boom dieser Sportart. “Man besinnt sich wieder auf den Ursprung.”

Retro ist in. Tourengehen ist Trend.

Es liegt in der Natur des Menschen, sich messen zu wollen; wissen zu müssen: wer ist der Beste? So ist es auch bei den Skibergsteigern. In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden in mehreren Ländern im Alpenbogen Skitourenrennen ins Leben gerufen. So auch in Südtirol.

Und jährlich grüßt das Murmeltier

Am 6. März findet im Martelltal zum vierten Mal die Marmotta-Trophy statt. Diesmal handelt es sich dabei gar um Südtirols erstes Weltcuprennen. Faktoren wie “Naturerlebnis” oder “Bergerfahrung” bleiben hierbei, im wahrsten Sinne des Wortes, auf der Strecke. Es geht darum, eine vorgegebene Route so schnell als möglich zu bewältigen. Rund 200 Teilnehmer werden da in Rennanzügen die Steilhänge hinaufhasten, sich Schrägen hinabstürzen. Zeit, die Bergwelt zu bestaunen bleibt da nicht.

Ein Mekka für Tourengeher

Dies bleibt den Zuschauern vorbehalten. Für ein Wochenende wird die ganze Skibergsteigerwelt auf die Nordhänge der Venediger- und der Marmottaspitze blicken.

„Das ist die Chance für das Martelltal, sich als ideales Gebiet für Skitouren noch stärker zu positionieren. Unser Tal soll einem immer größeren und internationaler werdenden Kreis von Tourengehern bekannt werden. Wir haben kein Skigebiet hier im Martelltal. Unser gesamtes touristisches Potential liegt im gezielten Werben als Mekka für Skibergsteiger und Schneeschuhwanderer.“

Martell für die Massen?

Mekka. Eine Assoziation mit dem Begriff “Massenandrang” ist naheliegend. Schneidet man sich damit nicht ins eigene Fleisch, zumal Tourengeher doch großteils stetig auf der Suche nach den unberührten Hängen und den einsamen Gipfeln sind? „Das Martelltal ist ein großes Gebiet und umfasst unzählige Gipfel, davon einige Dreitausender. Hier findet jeder seine Tour, seinen ruhigen Bergspitz, seine optimale Tiefschneeabfahrt. In dieser weiten Gebirgswelt verläuft sich doch alles.", so Altstätter. Keine Gefahr eines Massenanstrums, also.

Georg Altstätter spricht aus Erfahrung. Er selbst geht im Winter so manche Skitour. Am Wettbewerb teilzunehmen, das hat er sich jedoch noch nicht überlegt. „Das überlassen wir besser den Profis. Die Tour ist eine Königsdisziplin.“

1.757 Höhenmeter. 13,7 Kilometer. Tragepassagen. Schnelle Aufstiege, rasante Abfahrten. Tatsächlich, eine Königsdisziplin. 200 Teilnehmer aus 14 Nationen werden um die begehrte Trophäe kämpfen. Die besten Skibergsteiger der Welt. Im Mekka Martell.

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