Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren
zurück zu Sport & Touren

Sentres Magazin – Sport & Touren

Kraxeln wie Kritzinger

Der Sommer ist nun zwar vorbei, das Klettern aber noch lange nicht. Damit es aktiv weiter geht, gibt Bergsteiger Helmut Kritzinger nützliche Tipps für die kalten Tage.

Helmut Kritzinger ist in den Bergen zuhause. Südtirols Bergwelt kennt er wie seine Westentasche, auf den höchsten und bekanntesten Gipfeln der Welt ist er schon gestanden. Als geprüfter Berg- und Skiführer leitet er die Alpinschule Arc Alpin und führt mit Erfahrung und Begeisterung durch die Berge. Nun im Herbst hat er mehr Zeit für sich, gestaltet sein tägliches Training und stimmt es persönlich auf ihn ab, während er im Sommer viel als Bergführer unterwegs war. Am liebsten klettert der Extrembergsteiger in seiner Heimat am Schlernhochplateau. Als Völser ist er in den Klettergärten am Schlern und in Tiers zuhause. Eine Alternative dazu bieten Klettergärten im Etschtal oder am Gardasee.

Warme Wände
Allen Kletterbegeisterten, die der Winter nicht vom Fels trennen kann, empfiehlt Helmut Kritzinger vor allem das Unterland. Bei Graun, Kurtatsch und Truden befinden sich ganzjährig zugängliche Klettergärten. Einfachere bis anspruchsvolle Routen an sonnigen Plätzchen. Arco am Gardasee ist und bleibt nicht nur für Kritzinger das Kletterzentrum zu jeder Jahreszeit.

Der von Kritzinger empfohlene Klettergarten Mühlen bei Truden lockt in 2 Sektoren mit über 60 Routen an einer sonnigen Kalkwand. Die Schwierigkeitsgrade reichen von 3 bis 7a. Ein weiteres beliebtes Ziel im Unterland ist die Morderplotta bei Kurtatsch. Für alle, die im Sommer noch nicht genug geklettert haben, locken am sonnigen Kalkfels über 40 Routen von 6a bis 8a. Noch mehr Klettervegnügen gibt es ganz in der Nähe: Der Klettergarten Graun Hintersegg verspricht mit über 20 Routen zwischen 4 und 6b sportliches Vergnügen bis in den tiefsten Winter. Etwas einfacher, aber genauso sonnig ist das der ideale Tipp für Anfänger. Den ganzen Winter über bieten die nach Südost und Osten ausgerichteten Klettergärten senkrechtes Sportvergnügen.

Unter Dach und Fach
Und falls sich das Wetter dann doch einmal von seiner unfreundlichen Seite zeigt, dient der Salewa Cube in Bozen als Alternative. 1850 m² Indoor Kletterfläche und 175 Kletterrouten. Bouldern nach Lust und Laune und die absolute Herausforderung in der Challenge Area. Die größte Kletterhalle Italiens bietet den Kletterern Raum und Vielfalt. Die Routen ziehen sich durch verschiedene Schwierigkeitsgrade von 4 bis 8c und versprechen Spaß und Herausforderung für jeden. An Sonnentagen wird das große Tor geöffnet; man klettert sozusagen im Freien.

Kalte Temperaturen sind beim Klettern keineswegs ein Nachteil. Kritzinger erklärt, dass dann die Reibung am Fels besser ist. Bei Temperaturen unter 10°C muss man allerdings aufpassen. Wer am Boden steht und sichert, kann schnell auskühlen. Angemessene Kleidung zum Warmhalten also nicht vergessen. Dann steht einem aktiven Herbst nichts mehr im Wege.

Tipps

Zur Startseite