Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren
zurück zu Sport & Touren

Sentres Magazin – Sport & Touren

Kollisionsgefahr der Wegerechte

Radfahren mit Protektoren, ohne zu schwitzen, ohne Rücksicht. Ist dies ein neuer Sport, dem sich Südtirol öffnen muss oder mit Verboten Einhalt gewähren?

Pro: Das Freeride Biken ist nicht so gefährlich wie es aussieht. Nicht für den Fahrer und nicht für den Wanderer. Es verletzen und sterben durch direkte Konfrontation dieser beiden Outdoor-Gruppen kaum Menschen. Viele Wege – so genannte Trails – verlaufen nicht selten auf Wegen, die von Wanderern kaum besucht werden. Kollisionsgefahr minimal. Der Schaden an der Natur hält sich in Grenzen. Motorradfahrer sind schädlicher und fit sind die Jungs allemal. Dies schont langfristig die Krankenkassen und bringt allen etwas. Bewegung an der frischen Luft tut gut. Wer mit der Zeit gehen will, muss auch ein Herz für Außenseiter haben. Die Freeride-Biker sind Außenseiter, aber eine wachsende Insidergruppe, die Südtirol als alpine Destination erst entdecken müssen. Heute zum Biken, morgen zum Wellness und übermorgen zum Skifahren. Südtirols Naturgegebenheit ist ideal für Freiluftsportler. Parcours aus Wiesen, Felsen, Bächen, Wäldern, idealen Hangneigungen und Aufstiegsanlagen schmücken unser Land. Nicht nur für Gäste – auch für die heimische Szene.

Contra: Die derzeit geregelte Nichtregelung betreffend der Ausweisung und Klassifizierung der Wege ist eine Gefahr. Der Wanderer ist überrascht von daher rasenden Bikern und die Freeride-Szene versteckt sich in einem halbkriminellen Schattendasein, um keine aktive Rolle einnehmen zu müssen. Kommunikation und Austausch fehlen und daher können sich Unfälle ereignen – mit den dementsprechenden bösen Folgen. Oft mangelt es den jungen wilden Bikern noch an Respekt, zum einem gegenüber den Wanderfreunden, zum anderen gegenüber der Natur und alpinen Kultur. Vandalismus ist niemals eine Lösung. Südtirol muss nicht alles haben, verzichten ist auch eine Tugend. Weniger ist mehr - oder nicht?

Zur Startseite