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Sentres Magazin – Sport & Touren

Klettersteige – von einst bis heute - Teil 2

Galten die Klettersteige am Anfang ihrer Entstehung als reine Verbindungswege, sind sie im Laufe der touristischen Entwicklung der Alpenregionen immer mehr zu Abenteuerspielplätzen in luftigen Höhen geworden.

Der Älteste und der Jüngste
Doch bis zum endgültigen Durchbruch der Klettersteige sollte noch mehr als ein Jahrhundert vergehen. Erst als sämtliche Kriegs- und Nachkriegswehen in Mitteleuropa überstanden waren, wuchs das Interesse von Urlaubern an den Alpen wieder und damit auch das Angebot an Freizeitvergnügen. In den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden vor allem in den Dolomiten rund um Cortina d’Ampezzo zahlreiche „Eisenwege“ in den Fels gehauen. In den folgenden Jahrzehnten  entstanden viele neue Klettersteige in Nordtirol und in den französischen und schweizerischen Alpen.

In Südtirol gibt es derzeit rund 35 Klettersteige, die in verschiedenen Führern beschrieben sind. Der älteste, der Pössnecker-Klettersteig am Sellastock, feiert in diesem Jahr übrigens sein 100-jähriges Bestehen. Das jüngste Mitglied der Klettersteig-Familie hingegen wird in diesem Sommer erst eröffnet. Er liegt in Pflersch und  führt auf den aussichtsreichen Gogelberg, der von den Einheimischen auch mit Lampskopf bezeichnet wird. Entsprechend wird der Klettersteig „Lampskopf“ getauft werden.

Rund 1000 „Eisenwege“
Im gesamten Alpenraum dürfte es heute rund 1000 Klettersteige geben. Allerdings sind sie sehr unterschiedlicher Art. Bei den meisten handelt es sich – Gott sei Dank – um ganz traditionelle „Ferrate“ mit Eisenstiften , -leitern und -klammern sowie Stahlseilen, an denen die Karabinerhaken angebracht werden. Immer häufiger locken Tourismustreibende jedoch auch mit sogenannten Sport- oder Abenteuer-Klettersteigen. Bei Sportklettersteigen steht neben dem Erreichen des Gipfels auch der sportliche Kick im Vordergrund.

Künstliche Tritthilfen fehlen meist;  es gibt schwindelerregende Vertikalen und kraftraubende Wandpassagen -  und der Hobby-Bergsteiger kommt da oft schnell an seine Grenzen. Voll auf „Action“ setzen hingegen die Erbauer der Abenteuer- oder Erlebnis-Klettersteige. Hier warten neben Fels und Eisen auch  schwankende Hänge- oder Seilbrücken, Netze, Drehleitern und ähnliche Herausforderungen auf Adrenalin-Junkies aller Art. Mit natürlichem Bergerlebnis haben diese Attraktionen allerdings höchstens so viel gemeinsam wie der Kontinent Amerika mit den Klettersteigen der Alpen.
 

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