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Sentres Magazin – Sport & Touren

Kälte am Berg – was tun?

„Eine Kaltfront zieht über Südtirol hinweg.“ Diese Zeile im Wetterbericht sollte Skitourengeher und Schneeschuhwanderer hellhörig machen. In den Bergen ist demnach mit eisigen Temperaturen zu rechnen. sentres.com hat einige Wintersportler und Experten gefragt, welche „Frostschutzmittel“ wirklich wirken.

Martin aus Bozen schwört auf die bewährte „Zwiebelschale“. Atmungsaktive und winddichte Bekleidung wird in mehreren Schichten übereinander getragen. „Leicht muss sie sein“, sagt er, „denn ansonsten fühle ich mich eingepackt“. Sein Tipp: „Eine Softshell mit Tritech-Membran.“ Anna aus Terlan, passionierte Schneeschuh-Wandererin, hat im Winter nur ein Problem: „Meine kalte Nase.“ Dagegen hilft ihr nur ein Tape, wie es sonst für Gelenke benutzt wird oder als weniger auffällige Alternative eine fette Hautcreme mit möglichst wenig Wassergehalt.

„Heiße“ Favoriten
Paul, ebenfalls aus Terlan, kann kaum eine Minustemperatur vom Skitourengehen abhalten. Das einzige, was  - früher  - unter der Kälte gelitten hat, waren seine Ohren. „Aber seit ich beim Abfahren einen Helm trage, kann weder den Ohren noch dem Kopf etwas passieren.“ Martina aus Sterzing hat einen ganz „heißen“ Favoriten unter den Frostschutzmitteln: Tee. „Einen Becher mindestens jede Stunde, dazu getrocknete Äpfel – das hilft auch bei minus 20 Grad.“ Wenn eine anstrengende Tour auf dem Programm steht, wirft Martina morgens ein Briefchen Magnesium in die Thermosflasche: „Das unterstützt meine Muskeln, die in der Kälte leichter schlapp machen.“ Und noch ein Tipp für den Anstieg: „Windstopper-Kapuze aufsetzen: Damit schwitzt man weniger als mit einer Mütze und trotzdem kühlt der Kopf nicht ab.“

Expertentipps
Nach dieser Umfrage wollten wir es dann doch ganz genau wissen: Wie schaffen wir es bei Skitouren oder Schnee- bzw. Winterwanderungen, trotz strengem Frost nicht auszukühlen? Die Bekleidung spielt tatsächlich eine sehr wichtige Rolle, wie Daniela vom Bozner Outdoor-Fachgeschäft MountainSpirit erklärt. „Kälteschutz beginnt an der Basis“, sagt die Fachverkäuferin. Weg mit dem Baumwoll-Unterleibchen, denn es speichert den Schweiß und gibt ihn nicht mehr ab, sodass der Körper beim Stehenbleiben schnell auskühlt. Vielmehr sollten Wintersportler Funktionswäsche aus Microfaser oder Merinowolle tragen. „Microfaser trocknet etwas schneller als die Wolle, Merinowolle hingegen hat den Vorteil, dass sie keinen Geruch bildet“, sagt Daniela. „Welches der beiden Materialien sich letztendlich besser trägt, ist dann Geschmacks- oder Gefühlssache.“

Ist es wirklich eisig, kann man in der anstrengenden Bewegungsphase über der Funktionswäsche noch einen leichten Woll- oder Fleece-Pullover tragen. „Sehr empfehlenswert für Skitouren ist der sehr leichte Fleece mit Waffelmuster, womit der Schweiß leicht nach außen getragen wird.“ Den Abschluss der „Zwiebelschale“ bildet bei Wind und Kälte der Windstopper. „Am Gipfel sollte  die dünne Schicht durch ein dickes Winterteil aus Primaloft oder Daune ersetzt werden“, sagt die Verkäuferin, „und gegen den Wind kann eine dünne Windjacke drübergezogen werden.“ Und wie lautet Danielas ganz persönliches Frostschutzmittel? „Am Gipfel die Fäustlinge aus dem Rucksack nehmen und bis zur Abfahrt hinter die Jacke stecken – dann sind sie herrlich warm.“ Einfache Tricks und ein bisschen Hausverstand kann also auch gegen Kälte eindrucksvoll funktionieren.

Nach so vielen Tipps, wie man der Kälte am Berg ein Schnippchen schlagen kann, gibt es hier passend zum Thema zahlreiche Wintertourenvorschläge in Südtirol. sentres wünscht viel Spass!

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