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Sentres Magazin – Sport & Touren

International Mountain Summit 2010

Der Berg als Lebensraum, der Berg als Marktfaktor, der Berg als Herausforderung, der Berg als Naturwunder - das IMS beleuchtete, diskutierte und feierte das Thema „Berg“ in all seinen Facetten. Sechs Tage Bergfestival sind nun vergangen. Sechs Tage vollgepackt mit Themen, Persönlichkeiten, Wettkämpfen. Was bleibt vom Gipfeltreffen der Bergsteigerszene?

Berge, ganz nahe

Near. Nahe. Vicino. So lautete das Motto des International Mountain Summit in Brixen, dem Tor zum Weltnaturerbe Dolomiten. Und tatsächlich waren die Besucher den Hauptdarstellern des IMS, den Bergen, hier zum Greifen nahe: Im Rahmen der IMS walks erhielten sie die Möglichkeit, an der Seite weltberühmter Bergsteiger die umliegende Bergwelt zu ihrer ganz persönlichen Erfahrung werden zu lassen. Hier, wo sich Natur und
Kultur, Stadt und Berg so nahestehen, war es möglich, den Bezwingern großer Berge zu begegnen: einem Hans Kammerlander, Steve House, Mick Fowler, Simone Moro, Reinhold Messner und vielen anderen. Die Veranstalter Alex Ploner und Markus Gaiser haben es wieder geschafft, eine beeindruckende Anzahl an renommierten Bergsteigern und Kletterern nach Brixen zu holen. Fachvorträge, Workshops und Diskussionsrunden behandelten die Themen „Berge und Sicherheit“, „Berge und Mensch“, „Berge und Kultur“ und „Berge und Organisationen“. Internationale Fachexperten vermittelten eine Woche lang Wissen; analysierten, diskutierten, fokussierten.

Berge, ganz persönlich

Die geladenen Top-Bergsteiger hingegen vermittelten im Rahmen der IMS talks ihre ganz persönlichen Erfahrungen und Emotionen im Zusammenhang mit dem Thema „Berg“. Ihre Berichte ermöglichten den Besuchern einzutauchen in die Welt der Alpinisten, der Kletterer, der Gipfelstürmer, der schrägen Charaktere, um sich von ihnen begeistern, erschrecken, erstaunen und anstecken zu lassen. Die Akteure verbindet allesamt dieselbe Leidenschaft, und doch lebten und erlebten sie die wilden Bergriesen bisher auf höchst unterschiedliche Weise:

Als Menschen, wie Mick Fowley, von ihren waghalsigen Abenteuern sprachen, von ihren persönlichen Grenzerfahrungen, von ihrer „Obsession Berg“, so kam es im Publikum einerseits zu Kopfschütteln über so viel Besessenheit, andererseits zu zustimmendem Schmunzeln bei Aussagen, wie: „I was stimulated by uncertainty and adventure.“ Der blinde Bergsteiger Andy Holzer beschreibt “Berg” als “die Natur mit dem ganzen Körper fühlen” und “damit den Sehenden die Augen zu öffnen”. Reinhold Messner beschrieb die Magie der Dolomiten, der “schönsten Berge der Welt”, erzählte von ihren unverwechselbaren Farben und Formen, von ihrer Entstehungsgeschichte und der Eroberung der Gipfel durch die Kletterer. Die weibliche Pionierbergsteigerin Nives Meroi beschrieb ihre Touren mit dem schönen Gefühl „Frau am Berg zu sein“, auch wenn es nicht immer leicht ist, und als „Reisen in ein Zauberland. Reisen in ein unendliches Weiß, das die Schritte stets begleitet und leicht ist, wie die Sehnsucht.“

Berge, ganz sportlich

Im Rahmen des IMS fanden auch das IMS Boulder Festival und der erste Slacklining-Worldcup statt. Momo alias Maurice Wiese wurde erster Slacklining-Weltmeister der Geschichte. Gesamtweltcupsieger wurde der zweitplatzierte US-Amerikaner Andy Lewis.

Berge, ganz-heitlich

Ein Festival, das gelehrt, Emotionen geweckt, bereichert und zusammengeführt hat; das gezeigt hat, wie international verbreitet die Leidenschaft Berg ist, wie weit verbreitet die Sehnsucht die eigenen Grenzen auszukosten und die Kräfte der Natur zu spüren.

Alex Ploner: „Was zählt ist, dass am Ende alle Besucher, Teilnehmer und Gäste zufrieden und mit wertvollen Momenten im Rucksack nachhause fahren können. IMS soll Erlebnis sein. Und für Südtirol soll IMS ein authentischer und attraktiver Kommunikationsanlass zur Vermarktung auf internationaler Ebene werden. Hier hat wieder eine echte Diskussion, ein reger Austausch zwischen Extrembergsteigern, Bergbegeisterten, Fachpublikum und Medien stattgefunden.“

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