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Sentres Magazin – Natur & Umwelt

In den Fängen des Winters

Die Schneesituation in höheren Lagen ist bedrohlich. Helmut Kritzinger vom Bergführer- und Reisebüro Arc Alpin Travel berichtet.

Wie es scheint, bahnt sich der härteste Winter seit 75 Jahren an. Schneemengen bis zu 2 m hat es die letzten 4 Tage in manchen Regionen gegeben. In Teilen der Dolomiten gilt die höchste Lawinenwarnstufe, ein extrem seltenes und bedrohliches Szenario. Diese Schneemengen führen dazu, dass ein reibungsloser Ablauf auf Straßen und in den Skigebieten nicht mehr möglich ist.

Mehrere Skigruppen hängen in verschiedenen Berggruppen der Dolomiten fest, und das seit mittlerweile 4 Tagen und Nächte. Eine Entspannung der Lage ist im Augenblick nicht in Sicht. Noch sind alle mit Lebensmitteln und Getränken versorgt und haben warme Betten. Teilweiser Stromausfall hat die Situation zusätzlich angespannt.  Betroffen sind die Plätzwiesenhütte und das Hotel auf 2000 m, die Lagazuoi Hütte auf 2750 m  und der Rifugio Passo Fedaia an der Marmolada auf 2130 m.

Wie lange noch? Eine Bergung aus dieser misslichen Lage scheint vorerst nicht in Sicht. 118, also die Notrufzentrale sagt, dass dies kein Notfall sei. Das mag auch stimmen. Aiut Alpin, bzw. Helikos ist bereits im Stand by Modus um die eingeschlossenen Skifahrer zu bergen. Stündlich treten die abgeschnittenen Skifahrer einen behelfsmäßigen Helilandeplatz. Aber das Wetter und die Sicht wollen nicht so recht mitspielen. Die Touristen hätten bereits heute wieder an ihrem Arbeitspaltz erscheinen sollen. Höhere Gewalt verhindert dies.

Warten wir ab wie sich das Wetter entwickelt. Wünschen wir für alle Beteiligten, dass sich die Situation in den nächsten Tagen normalisiert.

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