Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren
zurück zu Sport & Touren

Sentres Magazin – Sport & Touren

Hütte gegen Biwak

Es war eine erlebnisreiche Bergtour. Es ist geschafft, die Schutzhütte liegt im Blickfeld. Ankommen, Trinken, Essen, Schlafen. So sollte es sein. Es sind aber leider keine Zimmer mehr frei. Was nun?

Er ist mittlerweile eingetroffen, der Sommer in den Bergen Südtirols. Und mit dem Sommer auch die zahlreichen Gäste, die auf Wanderungen, Bergtouren und im Spätsommer auch auf Hochtouren im Gebirge unterwegs sein werden. Laut ASTAT wurden im Sommerhalbjahr 2009 3,2 Millionen Ankünfte und über 17 Millionen Übernachtungen in Südtirol registriert. Tendenz steigend.

Zahlreiche Gäste werden mehrtägige Touren in den Bergen unternehmen, und dabei eine oder mehrere der vielen Schutzhütten und Berghütten in Südtirol als Unterkunft auswählen.  Bei so vielen Touristen, die sich in den Bergen herumtummeln, ist es nicht verwunderlich, dass es in der Hochsaison zu Engpässen kommen kann, was die Unterbringung, vor allem von Gruppen, betrifft. Nicht alle der über 100 Schutzhütten Südtirols, die sich vom obersten Vinschgau bis in die Dolomiten und ins hinterste Ahrntal erstrecken, sind aber gleich stark frequentiert.

Reservierte Gemütlichkeit

Der Wirt der Zufallhütte im hinteren Martelltal, Ulrich Müller, dazu: "Im Sommer ist es bei uns nicht so schlimm, eine Reservierung ist hauptsächlich in den Wintermonaten notwendig, da sehr viele Skitourengeher hier übernachten".  Miriam Tötsch von der Landshuter-Europahütte in Pfitsch meint: "Für August haben sich bereits Leute angemeldet. Wenn man nicht vorreserviert, dann passiert schlimmstenfalls, dass die Nacht im Schlaflager oder im Notlager verbracht werden muss und nicht im gemütlichen Zimmer. Wir werden aber niemanden abweisen!" Die entspannte Hüttenübernachtung könnte so vielleicht einigen potentiellen Ruhestörern, wie Schnarcher oder Nachtwandlern zum Opfer fallen.

Der Wanderer und Bergsteiger sollte sich deshalb jetzt schon einige wichtige Gedanken zum Thema machen und überlegen in welcher Region des Landes, in welchem Tal und in welchem Gebirgszug er seine Zeit verbringen möchte. Denn Gipfelklassiker, wie die Weißkugel, der Ortler, der Hochfeiler, Wilder Pfaff oder die Dreiherrenspitze mitsamt ihren Schutzhütten sind Magnetpunkte für Bergabenteurer aus aller Welt. Welche mehrtägige Bergtour führt an welcher Berghütte vorbei und in welcher Zeit? Wie hoch liegt das Gebiet der Bergtour? Es empfiehlt sich beispielsweise im August in den Dolomiten schon frühzeitig zu buchen, denn in diesem Monat sind erfahrungsgemäß viele italienische Gäste unterwegs.

Ein wenig vorausplanen schadet sicher nicht um entspannte Hüttenübernachtungen zu erleben. Der Urlaub in den Bergen sollte sich ja auch so anfühlen. Hoffentlich.

Zur Startseite