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Sentres Magazin – Geschichte & Kultur

Höfewege in Südtirol

Südtirol wandernd zu entdecken ist eine der schönsten Möglichkeiten in die bäuerliche Kultur und Geschichte einzutauchen.

In den Südtiroler Tälern haben sich im Laufe der Zeit die unterschiedlichsten Höfetypen entwickelt. Das hat mit der geographischen Situation, dem verfügbaren Baumaterial oder auch der Herkunft der ersten Bauern im jeweiligen Tal zu tun. Die Höfewege sind eine ideale Möglichkeit, diesen Teil Südtirols zu entdecken.

Links zum Thema:
- Fazinierend und lehrreich, ein Besuch im Landesmuseum für Volkskunde
- zu Recht besonders bekannt, der Ultner Höfeweg
- sonnig unterm Schlern, der Oachner Höfeweg (mit Video)
- besonders lehrreich, der Pfunderer Höfeweg
- Trubel am See, ruhig unterwegs auf der Pragser Höfewanderung
- unterwegs zu den Schildhöfen im Passeiertal

Im Museum
Das Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde in Dietenheim bei Bruneck zeigt auf 3h Hektar Fläche originalgetreu wieder aufgebaute Bauernhöfe und landwirtschaftliche Nebengebäude aus verschiednen Jahrhunderten und aus allen Landesteilen. Die bäuerliche Welt Südtirols auf einen Blick, sozusagen. Aber was hier im Museum für die Nachwelt erhalten wird, ist andernorts immer noch Realität. Bauernhäuser und Stadel, Schuppen und Ställe, aber auch altes Werkzeug, Selchkammern und Küchen sind auf vielen Höfen täglich in Verwendung. Natürlich, die Moderne hat Einzug gehalten und Maschinen erleichtern die Arbeit. Aber viele Südtiroler Bauern achten die Traditionen und erhalten Althergebrachtes.

Zwischen Bauernhöfen
Und durch diese reale Welt zwischen Tradition und moderner Berglandwirtschaft führen die Südtiroler Höfewege. Zumeist entlang recht gut ausgebauter Wirtschaftswege, alter Verbindungsteige und Saumpfade oder auch auf Forstwegen durch Waldstücke und über Wiesen. Einige sind etwas länger und verlangen ein Mindestmaß an Ausdauer, andere sind zeitlich leicht zu bewältigen, die meisten sind auch für Familien geeignet oder sogar mit einem Kinderwagen bewältigbar. Und eigentlich an allen gibt es ausreichend Einkehrmöglichkeiten, oft sogar in einem dieser alten und faszinierenden Bauernhäuser.

Höfewege
- Besonders bekannt dürfte der Ultner Höfeweg sein, ist doch gerade das Ultental für die unverkennbare bäuerliche Architektur bekannt. Mit einer Länge von 17 km gehört er aber auch zu jenen Wegen, die etwas Ausdauer erfordern. Aber es lohnt sich.
- Tiefer gelegen und besonders sonnig, daher vor allem im Frühling und Herbst schön zu wandern, ist der Oachner Höfeweg bei Völser Aicha im Schlerngebiet. Ein kleines Video macht vielleicht Lust auf einen Besuch.
- Auch durch das urige Pfunderer Tal führt ein Höfeweg, akkurat beschildert und durch die unterwegs zu findenden Informationstafeln sehr lehrreich.
- Das Pragser Tal bietet nicht nur den einmalig schönen See im Talschluss, sondern auch viele traditionelle Bauernhöfe in sonniger Lage, die man auf einem unschwierigen Rundweg erkunden kann.
- Die Schildhöfe im Passeiertal stellen eine besondere Kategorie Bauernhöfe dar, waren sie doch steuerbefreit, mussten dem Landesfürsten dafür aber innerhalb der Grenzen Tirols dienen. Der Schildhöfeweg bringt die Wanderer zu diesen etwas anderen Bauernhöfen.

Es gibt in Südtirol noch viele weitere Möglichkeiten von Hof zu Hof zu wandern, also Wanderschuhe anziehen und los geht es.

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