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Sentres Magazin – Sport & Touren

Hexen und Teufel auf der Alm - Wandertipp

Der Hexenstein und der Teufelstein oberhalb von Terenten erzählen ihre eigenen grusligen Geschichten, auf sonnigen Almen lässt sich darüber schmunzeln.

Natürlich hat man leicht lachen, da oben auf dem sonnigen Aussichtsbalkon über dem Pustertal. Wenn man so gemütlich auf der Pertinger Alm sitzt, da kann einem die graue Vorzeit auch wirklich aber so was von vollkommen wurst sein, aber hallo.

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Aber wie sagt man immer, in jeder Geschichte steckt ein kleines Körnchen Wahrheit. Aber Hexen die mit dem Teufel tanzen, und ebendieser, der dann zornentbrannt riesige Steine in der Gegend herumschleppt und dann irgendwo liegen lässt? Ist der Teufel etwa nebenberuflich Bauarbeiter? Und darf man überhaut große Steine einfach so im Wald liegenlassen? Höchstwahrscheinlich bräuchte es heutzutage dafür eine Genehmigung, natürlich mit Stempelmarke.

Jetzt aber kurz zurück in eine graue und bürokratiefreie Vorzeit, ohne amtliche Genehmigungen und ohne Stempelmarken. Da liegt also dieser Schalenstein in der Gegend herum, am Wanderweg Nr. 23 oberhalb von Terenten. Wir wissen nicht, ob und mit welcher Nummer er in Vorzeiten markiert war, ist auch egal. Jedenfalls tanzen auf dem Stein die Hexen, natürlich nachts, wenn der Vollmond scheint, oder zur Sonnwende. Soweit eigentlich kein Thema, das machen die jungen Leute heutzutage auch, nachts tanzen. Wenn dann aber der Teufel dazukommt und eine heiße Sohle aufs Parkett, sorry,  den Schalenstein legt, wird es schon interessanter. So ungefähr also die Geschichte zum Hexenstein.

Entlang dieser Rundwanderung steht aber auch noch der Teufelstein, diesmal ganz ohne Hexen. Die Bauern hatten den Teufel erzürnt, er war so richtig grantig. Womit? Keine Ahnung. Zur Strafe schleppt der Typ jetzt diesen riesigen Klotz auf den Berg, mit der perfiden Absicht, den Stein mit Getöse ins Tal rollen zu lassen, natürlich genau auf die Bauernhäuser zu. Zwischendurch muss auch der kräftigste Teufel einmal pausieren, er stellt also den Stein kurz ab und holt tief Luft. Der Mesner von Terenten, auch nicht der Dümmste, erkennt die Situation und läutet die Betglocke. Damit kündigt er den neuen Tag und die Sonne an. Das mag der Teufel gar nicht, er entfleucht in die Unterwelt und lässt den Stein einfach liegen. Ja, so war das mit dem Teufel und dem Mesner von Terenten. Und der Stein liegt jetzt immer noch da.

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