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Sentres Magazin – Natur & Umwelt

Flora & Fauna - März im unteren Eisacktal.

Auf seiner Wanderung im Eisacktal entdeckt Hanspaul Menara den Frühling.

Liegen mehrere wichtige Orte des unteren Eisacktales, wie das „Dürerstädtchen“ Klausen sowie Waidbruck, Kollmann und Blumau, im Talgrund, so befinden sich höher oben an beiden Talhängen eine Reihe weiterer Dörfer auf mäßig steilen Hangverflachungen oder ebenen Terrassen, in denen wir die Reste von Talböden aus erdgeschichtlicher Vergangenheit zu sehen haben.

Dörfer wie Barbian, Villanders, Feldthurns, Teis, Lajen, Völs und Kastelruth liegen da, aber auch zahlreiche Einzelhöfe sowie eine Reihe kleinerer Siedlungen wie Saubach, Schnauders, Latzfons, Albions, St. Oswald oder Ums. Einst wichtige Karrenwege führen vom Tal zur Höhe oder verbinden die Orte miteinander, Flurwege ziehen durch Gebüsche, Waldgürtel, Wiesen und vorbei an kleinen und größeren Seen – unter den jetzt noch tief verschneiten Gipfeln des Sarntaler Ostkammes und der Dolomiten.

Pflanzen des Frühlings auf alten Pfaden

Ich liebe das Begehen der alten Wege und Pfade, ganz besonders jetzt im anbrechenden Frühling. Die mächtigen Kastanienkronen und Nussbäume sind zwar noch kahl, aber die eine und andere Vogelkirsche, die Schlehe und die Holzbirne erstrahlen schon im weißen Blütenkleid, die Kornelkirschen in zartem Gelb und die Bruchweiden in frischem Grün. Hasel, Zitterpappel und Birke tragen ihre Blüten in Form weicher Würstchen, und fährt der Wind durch ihre Äste oder durch die Kronen der Waldkiefern, erzeugt er wahre Wolken gelben Blütenstaubes.

Ganz besonders farbig, lebensfroh und formenreich aber zeigt sich die Welt der Kräuter, die unter den warmen Strahlen der Märzensonne ebenfalls ihre Blüten entfalten: Huflattich und Krokus, Leberblümchen und Veilchen, Löwenzahn und Gelbstern, Fingerkraut, Lungenkraut und Osterglocke - wer kennt sie nicht, diese frühen Boten des Frühlings. - Ja, wer kennt sie nicht. So unüberschaubar die Artenvielfalt in den späteren Monaten sein wird, die meisten Namen der vergleichsweise wenigen, so sehnlich erwarteten Frühlingsblumen kennt jeder.

Die ersten Tiere lassen sich hören und sehen

Bunt wie die Frühlingsblumen ist auch die Vogelwelt, mögen die Zugvögel von ihrer Südlandreise auch noch nicht zurück sein. Ob Haus- oder Feldsperling, ob Kohl-, Hauben-, Blau-, Tannen-, Weiden- oder Schwanzmeise, ob Buchfink, Grünfink oder Bergfink, ob Eichelhäher, Kleiber, Buntspecht, Grünspecht oder Schwarzspecht, Turmfalke oder Bussard, Drossel oder Amsel, Rabenkrähe oder Dohle – alle lassen sich sehen oder zumindest hören.

Auch jenen Vertretern der Fauna, die es verstehen, aus eigener Kraft schwirrend, brummend oder völlig lautlos durch die Luft zu fliegen, begegne ich bei meiner Wanderung: einem glänzenden Goldkäfer, den Bienen, Wespen und Hummeln, dem Segelfalter und Schwalbenschwanzfalter, dem C-Falter, dem Zitronenfalter und manch anderem aus der Zunft der Schmetterlinge. Und auch für Reh, Fuchs und Hase ist die gute Zeit angebrochen.

So werde ich des Schauens, Horchens und Staunens nicht müde. Und mögen jetzt die Tage auch schon erfreulich länger sein als jene des Winters, so scheint mir mein Wandertag dennoch viel zu kurz für all die Naturerlebnisse, die ein Gang durch den Frühling des unteren Eisacktals zu schenken vermag.
 

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