Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren
zurück zu Natur & Umwelt

Sentres Magazin – Natur & Umwelt

Flora & Fauna - Frühsommer im Pfitscher Hochtal.

Im Pfitschtal erfreut sich Hanspaul Menara am farbigen Sommer und seinen Blüten.

Das von Osten her in das Sterzinger Becken einmündende Pfitschtal gliedert sich in einen äußeren Teil, in dem das Dorf Wiesen und die Höfe von Afens und Tulfer liegen, und in den inneren Teil, der das eigentliche Pfitscher Hochtal bildet und die beiden Dörfer Kematen und St. Jakob sowie eine Reihe von weiteren Weilern und Einzelhöfen umfasst.

Zwar ist es zu früh und es liegt noch zu viel Schnee, um eine Naturexkursion etwa zum berühmten Hochfeiler oder auf einen der übrigen Pfitscher Dreitausender zu unternehmen, aber auf den Hängen und weniger hohen Gipfeln der Sonnenseite des Tales ist doch schon der Bergsommer eingezogen. 

Sommerliche Wiesen & Wälder

Gemächlich steige ich den Sonnenhang hinauf. Die Wiesen atmen den Sommer mit ihren Margeriten, dem Bocksbart, dem Löwenzahn, dem Maßliebchen, dem Hahnenfuß, der Lichtnelke und unzähligen Gräsern - von Hummeln, Wespen und Bienen besucht und von Schmetterlingen umtanzt. Wie leicht und lautlos sie doch dahin und dorthin schweben, diese Falter - der Weißling, der Kleine Fuchs, der Admiral, das Braunauge, der Bläuling, der Dukatenfalter...

Fichten und Lärchen, Ebereschen und Grünerlen, Hasel, Holunder und Heckenkirsche prangen im frischesten Grün. Und wenn dort im Steilgraben hartgefrorener Schnee auch noch nichts vom Sommer wissen will, die heiße Junisonne setzt ihm arg zu und die blendend weiße Fläche wird von Tag zu Tag kleiner.

Kampf gegen den Restschnee

Kaum ist der Schnee verschwunden, sind sie auch schon da, die Bergpflanzen mit ihren Knospen, Blättern und Blüten, der Krokus und der Huflattich, der Alpendost und die Sternmiere, die Soldanelle und die Schlüsselblume. Sie haben keine Zeit zu verlieren, denn nur allzu bald ist die kurze Vegetationsperiode vorbei. Und so blühen sie schon, bevor das Berggras so recht zu grünen beginnt - wo Silikatgestein das Sagen hat ebenso wie dort, wo sich Kalkgesteine zwischen das Urgestein drängen und sogar manchen Gipfel aufbauen.

Seltene Bekannte

Es ist eine ebenso bunte wie zum Teil auch seltene und ungewohnte Pflanzengesellschaft, der ich da auf den sonnseitigen Pfitscher Höhen begegne. So treffe ich manchen Bekannten wieder, den ich von den großen Gneis- und Schiefergipfeln her kenne, jedoch auch Vertretern der Alpenflora, denen man sonst hauptsächlich in den Dolomiten oder in den Nördlichen Kalkalpen begegnet.

Roter Steinbrech, Hohe Schlüsselblume, Frühlings- und Schwefelanemone, Enziane und Zwergprimeln, Blauer Speik und Gletscher-Hahnenfuß, Rostblättrige und Bewimperte Alpenrose,  Bergbaldrian und Schneeheide, aber auch so seltene Blumen wie die legendäre Aurikel, das Bunte Läusekraut oder der reizende Alpen-Hahnenfuß - sie alle läuten den Bergsommer ein, da oben auf den sonnigen Pfitscher Höhen vor der Kulisse der noch schneebedeckten Dreitausender der Zillertaler und Stubaier Alpen.

Zur Startseite