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Sentres Magazin – Natur & Umwelt

Flora & Fauna - Auf der Meraner Sonnenseite

Rund um Meran bewundert Hanspaul Menara heimische aber genauso exotische Pflanzenarten. Eine Spannende Mischung!

März an den Sonnenhängen von Meran und Algund - kaum anderswo in Südtirol entfaltet sich der Frühling so zeitig und so farbenfroh wie hier. Dass das Bild des Pflanzenkleides im Bereich einer aufgrund ihres milden Klimas besonders bekannten Kurstadt und Weingegend auch vom Menschen stark ergänzt und bereichert wurde, liegt auf der Hand, und der Artenreichtum ist derart, dass man sogar von einer ausgesprochenen "Meraner Flora" spricht. 

Promenaden und Wege

Die Hänge steigen von der Talsohle bis hinauf zu den Gipfeln der Texelgruppe, die zu dieser Jahreszeit noch tief verschneit sind. Doch so hoch hinauf steige ich bei meiner Suche nach den Schönheiten der Meraner Flora natürlich nicht, sondern folge in tieferer Lage jenen Wegen, die waagrecht verlaufen oder nur leicht ansteigen: die Kur- und Passerpromenade, die Sommer- und Winterpromenade, die einzigartige Gilfpromenade, der berühmte Tappeinerweg, der kaum weniger bekannte Algunder Waalweg oder die Route vom Segenbühel über Dorf und Schloss Tirol nach St. Peter und Algund.

Mediterrane Gewächse

Die Rebe sonnt sich an den Hängen, die Edelkastanie breitet ihre mächtigen Kronen aus, Nadelwald wechselt mit Flaumeichenbestand, und die aus Asien stammende Hanfpalme, eine teilweise sehr stattliche Fächerpalme, bildet allenthalben den sichtbarsten Ausdruck für das milde, geradezu mediterrane Meraner Klima. Und so ziehen mich bei meiner Wanderung zu dieser Jahreszeit vor allem jenen Bäume, Sträucher und Blumen in ihren Bann, die seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als Meran zur Kurstadt aufzusteigen begann, rund um das von der Pfarrkirche geprägte historische Stadtzentrum angepflanzt wurden.

Exotisches Grün

Ohne diese zahlreichen Exoten wäre das Bild des Gebietes gar nicht mehr vorstellbar. Magnolie und Pinie, Zypresse und Zeder, Mammutbaum und Bambus, Winterjasmin und Forsythie, Rosmarin und Lavendel, Palmlilie und Agave, Opuntie und Mahonie, Lorbeer und Duft-Schneeball, Judasbaum und Kamelie, Stechginster und Klebsame, Dreiblattorange und Silberakazie, Schmucktanne und Colletie - das ist nur eine kleine Auswahl aus der Vielzahl an Pflanzen, die aus Nord- und Südamerika, Afrika, Asien und Australien stammen. Sie alle haben an den Meraner und Algunder Sonnenhängen schon längst ihren festen Platz neben den heimischen Arten. Ganz offensichtlich fühlen sie sich wohl hier und sie gewähren uns kleine Einblicke in das Pflanzenkleid vieler Länder dieser Erde.

 

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