Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren
zurück zu Natur & Umwelt

Sentres Magazin – Natur & Umwelt

Flora & Fauna auf den Eggentaler Höhen

Oben im Eggental beobachtet Hanspaul Menara die verschneite Natur.

Bevor in den tieferen Lagen allmählich der Frühling Einzug hält, zieht es mich an einem Februartag hinauf in die noch verschneite Welt des oberen Eggentales, das sich in ein paar größere und kleinere Äste gliedert. 
Die Siedlungen Gummer, Birchabruck, Welschnofen, Eggen, Rauth und Deutschnofen liegen da, dazu etliche Weiler, darunter Obereggen und Kar, der eine als Skigebiet weitum bekannt, der andere nur wenig bekannt und dennoch namengebend für den berühmten Karer See und den Karer Pass.
Auch Almrodungen und Einzelhöfe mit ihren umliegenden Wiesen sind in die ausgedehnten Nadelwälder eingestreut, über denen sich die berühmten Dolomitfelsen der Rosengarten- und Latemargruppe erheben.

Noch behält der Winter die Oberhand

Mancher gut begehbare Schneeweg durchzieht die winterliche Landschaft. Der Schnee knirscht unter meinen Schuhen, während ich langsam durch Wald und Flur wandere. An den Sträuchern und auf den Schneeflächen glitzern Eiskristalle wie gläserne Kunstwerke, der Bergbach ist teilweise zugefroren und das Wasser rauscht nicht wild zu Tal, sondern lässt unter dem Eis nur ein verhaltenes Glucksen und Murmeln hören.
Ja, noch hat König Winter sein Zepter hier oben noch nicht abgegeben. Aber an den Zweigen der Grün- und Grauerlen bereiten sich die Blütenstände schon auf den Frühling vor, und an einem Seitenbächlein, dessen Quellwasser tief aus der Erde kommt, zeigen sich erste Blütenknospen des Huflattichs.

mehr dazu:
- unterwegs im winterlichen Eggental
-
Einkehrmöglichkeiten für hungrige Winterwanderer

Vogelwelten

Im Fichtendickicht höre ich das zarte Zwitschern der Goldhähnchen, oben an den Fichtenzapfen tun sich zwei Haubenmeisen und ein paar Tannenmeisen gütlich. Dabei bestaune ich, wie eine Tannenmeise einem geflügelten Fichtensamen, der aus dem Zapfen gefallen ist, nachfliegt und blitzschnell einfängt.
Plötzlich tauchen über den Baumwipfeln zwei Kolkrabenpaare auf, die sich mit lauten Rufen offenbar um das Revier streiten und immer wieder wilde Scheinangriffe fliegen, derweil ein Tannenhäher teilnahmslos auf einer hohen Fichte sitzt und nur gelegentlich ein paar Laute von sich gibt.

Wild im Wald

Von den anderen Wildtieren des Waldes lässt sich tagsüber keines blicken, nur die Spuren im Schnee verraten mir, dass hier Reh, Hase, Fuchs und Marder unterwegs waren, und eine ausgemauerte runde Fanggrube erinnert an die Zeit, als auch Wölfe das Eggental bewohnten. Auf meinem Heimweg aber sehe ich in der anbrechenden Abenddämmerung auf einer Wiese einen stattlichen Rothirsch stehen - ein krönendes Abschlusserlebnis meiner Naturwanderung auf den Höhen des Eggentals.

Zur Startseite