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Sentres Magazin – Sport & Touren

Ernährung am Berg

Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett, Vitamine, Mineralstoffe, Wasser. All diese Substanzen sind wichtig für die tägliche gesunde Ernährung. Jahrzehntelange Aufklärung in Bezug auf die optimale Ernährung hat Spuren hinterlassen. Unzählige Lifestyle-, Outdoor- und Sportmagazine haben sich der Ernährungsthematik verpflichtet gefühlt. Monat für Monat wurden die aktuellsten, wirksamsten und natürlich die genussvollsten Tipps für die optimale Nährstoffversorgung für Alltag und Sport zusammengetragen und angepriesen. Die meisten Menschen sind nun ausreichend informiert, soweit ihnen das Thema grundsätzlich mundete. Was die alltägliche Ernährung betrifft ist soweit alles klar. Was ist aber nun die ideale Kost für den Berg?

Klassische Brettljause mit Speck, Käse und Schüttelbrot oder kompakt-nährstoffreiche Powerriegel? Was sollte in jedem Wander-, Kletter- und Mountainbikerucksack Platz finden? Verschiedene Menschen haben verschiedene Geschmäcker. Die klassische Ernährungspyramide sollte dabei als Grundriss für eine funktionelle Nährstoffversorgung herhalten. Viel Gemüse und Obst, ausreichend Kohlenhydrate in Form von Brot, Nudeln, Reis, der Muskelmasse entsprechend viel Eiweiß und eine geringe Menge Fett und Zucker.

Erlaubt ist, was gefällt

Das Verhältnis der verschiedenen Nährstoffe zueinander ist ebenfalls eine sehr persönliche Wahl. Je nach Stoffwechseltyp kann das Kohlenhydrat/Eiweiß-Verhältnis sehr verschieden ausfallen. Manche Leute füllen bereits Tage vor Beginn der Tour ihre Kohlehydratespeicher mit beeindruckenden Mengen an Nudeln und Reis, während andere sich hauptsächlich auf die Eiweißversorgung stürzen und Fleisch, Fisch und Eier verzehren. Mit Fett sollte grundsätzlich etwas zurückhaltend umgegangen werden, da es meist belastend lange im Magen liegt, den Aufstieg erschwert und sich bei wiederholter Aufnahme unschön auf die Figur auswirkt.

Während der Tour sollten immer wieder kleine Snackpausen eingelegt werden. Früchte, Nüsse, Kekse oder auch ein Stück Kuchen. Natürlich sind auch Müesli- oder Früchteriegel eine gute Wahl für die spontane Energieversorgung. Hochkalorische Eiweißriegel oder Kohlenhydrat-Gels sind für Wettkampfsituationen hilfreich, sind aber für den ambitionierten Freizeitsportler unnötig und zu teuer. Außerdem können solche extremen Energielieferanten zu Magenproblemen führen, speziell dann, wenn nicht ausreichend Wasser dazu getrunken wird.


Klobiger Genuss kontra praktische Energieversorgung

Bei den kulinarischen Prioritäten scheiden sich die Bergsportgeister. Einerseits ist es nur allzu natürlich, dass man die herrliche Landschaft und den Gipfelsieg mit einer zünftigen Speck- und Käse-Brettljause, und einem fruchtigen Glas Rotwein feiern möchte, andererseits muss dieses rustikale Festmahl auch die vielen Höhenmeter hochgetragen werden. Die weniger lukullisch orientierten Alpinsportler ziehen deshalb die leicht transportierbare aber leider auch nicht ganz so geschmackvolle Riegelkost vor.

Wahrscheinlich ist die Ideallösung für die meisten Outdoorsportler eine Mischung aus funktioneller Riegelverköstigung und hedonistischer Brettlkost. Die sportliche Herausforderung sollte dem landschaftlich-kulinarischen Genuss ja nicht den Rang ablaufen.

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