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Sentres Magazin – Genuss & Gastlichkeit

Eine Mahlzeit im Buschenschank

Der Buschenschank, das Ziel fast jeder Wandertour im Herbst oder einfach das sonntägliche Familienprogramm. Die Besuche im Buschenschank sind in Südtirol Tradition.

Schritt für Schritt raschelt das Laub unter den Füßen, die Luft ist klar und kalt, die sommerliche Hitze ist eindeutig vorbei. Ohne Zögern drängt sich der Herbst ins Land. Langsam färben sich die Blätter der Bäume und der Wanderer freut sich auf die wärmespendende Einkehr nach der Tour. Ja, sie ist da, die Zeit der Buschenschänke, urig, heimelig und gemütlich warten sie auf, die so beliebten Schankbetriebe im Lande.

Wo und was?

Meist befindet sich die Wirtschaft in den Gewölben der Bauernhöfe. Alte Stuben mit krachendem Holzboden, urige Keller, in denen früher Wein gelagert wurde und sonnige Innenhöfe mit gemütlichen Sitzecken machen den Buschenschank so besonders. Nach einem Gesetz von Josef II darf ein Landwirt in einem Buschenschank seine eigenen Erzeugnisse ausschenken. Hausmannskost als Standart. Die Marende am Brettl, die Südtiroler Brotzeit, ist typisch für alle Buschenschänke. Dazu werden Schüttelbrot und hausgemachte Säfte oder Wein serviert. Mittlerweile dürfen die Betreiber auch einige warme Speisen servieren. Ein Glück für den Einkehrer, denn die Knödel, die hausgemachten Schlutzkrapfen und der Apfelstrudel sind jeden Bissen wert.

Zum Törggelen in den Buschenschank

Und das Törggelen? Diese gemütlich, heitere Tradition beginnt meistens mit der Ernte und wird von Einheimischen und Gästen sehnsüchtig erwartet. Schon beim Betreten des Buschenschanks zur herbstlichen Jahreszeit steigt dem hungrigen Gast der feuchte Geruch von Sauerkraut und Surfleisch in die Nase. Die Gerstsuppe duftet im Teller und im Topf dampfen die Schweinsrippen. Den krönenden Abschluss bilden die heissen "Keschtn". Gebratene Kastanien gehören zum Törggelen wie der Sand zum Meer. Köstlich harmonieren Sie mit dem süßlichen Geschmack des frischen "Suser", den die Bauern servieren.

Zwischendurch und währendessen

Die Kinder verbrennen sich die kleinen Händchen an der noch heissen Schale der Nussfrucht. Die Touristen bewundern den "Keschtn Riggl", den korbähnlichen Behälter, in dem die Kastanien manchmal serviert werden. Langsam steigt der Geräuschpegel in der Gaststube. Genauso stellt man sich einen Besuch im Buschenschank vor. Beim Verlassen des Lokals ist es draußen meist schon dunkel und die Temperatur ist um einige Grade gesunken. Gemütlich war's!

Hier noch einige Buschenschank-Tipps im Eisacktal. Die 3. Etappe des Eisacktaler "Keschtnwegs" endet genau beim Buschenschank Larmhof, dieser ist immer eine Einkehr wert. Auch der Gostnerhof und der Unteraichnerhof in Barbian sind sehr beliebt, vielleicht nach einer Besichtigung der Barbianer Wasserfälle? Möglichkeiten gibt es genug.

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