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Sentres Magazin – Sport & Touren

Ein Skitag mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Zum Skifahren nach Ulten ohne eigenen PKW. Wie gestaltet sich so ein Unterfangen, welche Vorteile hat es? Was sind die weniger erfreulichen Seiten einer solchen Tour mit öffentlichen Fortbewegungsmitteln? Der minutiöse Tagesablauf

Südtirol ist keine Großstadt, wo mit U-Bahn, S-Bahn und Bus jeder Ort in nur wenigen Minuten erreicht werden kann. Deshalb steht auch fast in jeder Familie zumindest ein Auto in der Garage oder in nächster Nähe zur Unterkunft. Privat mobil zu sein ist eine Selbstverständlichkeit. Trotzdem oder gerade deshalb haben wir einen Selbstversuch gewagt. Skifahren in Ulten, Schwemmalm, ohne eigenen PKW.

8:15: Aufbruch mit dem Fahrrad von der Brennerstraße in Bozen zum Zugbahnhof Bozen
8:35: Pünktliche Abfahrt in Bozen nach Meran Untermais. Die Unterbringung der Skischuhe und Skier im Abteil war kein Problem.
9:09: Ankunft am Bahnhof Meran Untermais
9:21: Abfahrt von der Bushaltestelle gegenüber dem Ausgang des Untermaiser Zugbahnhofes nach Kuppelwies im Ultental
10:16: Ankunft in Kuppelwies bei der Talstation der Umlaufbahn zur Schwemmalm. Auf die Minute genau!
10:30: 3-Stunden-Skipass gekauft, Skier angeschnallt. Der weiße Spaß kann beginnen.
13:30: Die Zeit im knirschenden Weiß verging wie im Fluge. Leider. Eine flotte Einkehr noch, um wieder zu Kräften zu kommen.
14:15: Abfahrt mit der Umlaufbahn nach Kuppelwies.
14:46: Pünktliche Abfahrt des Busses zurück nach Meran Untermais
15:41: Ankunft in Meran
15:50: Abfahrt mit dem Zug vom Bahnhof Meran Untermais
16:30: Pünktliche Ankunft in Bozen
16:46: In der Brennerstraße angekommen. Wieder zuhause!


Fakten

Die gesamte Strecke Bozen-Kuppelwies und retour wurde in 4 Stunden absolviert. Die Fahrtkosten betrugen 8,4 €.

Direktvergleich zum PKW
Die ca. 100 km Fahrtstrecke Bozen-Kuppelwies und retour wären in ca. 2 Stunden zu schaffen gewesen und hätten für einen Fiat Punto Evo 1.4 M.Air, ca. 12 € Treibstoff gekostet. Die Verschleißkosten insgesamt (Treibstoff, Reifen, Reparaturkosten) wären 27 € (laut ACI-Tabelle).

Fazit
Die öffentliche Verkehrsmittel können auch bei voller Pünktlichkeit bei weitem nicht mit den Fahrtzeiten eines PKW´s mithalten, allerdings betragen die Kosten weniger als ein Drittel des privaten Fahrzeuges. Der Grund dieser großen Fahrtzeitunterschiede findet sich ohne Zweifel in der schwierig zu befahrenden Landschaft und der zahlreichen Abzweigungen in die verschiedenen Bergtäler und Orte. Teilweise müssen mit dem öffentlichen Verkehrsmittel lange Schleifen in abgelegene Dörfer unternommen werden.

Die Schlußfolgerung daraus ist, daß es als Bozner auf jedenfall Sinn macht, sich der öffentlichen Verkehrsmittel zu bedienen, falls man in den nahegelegenen Skigebieten (Karerpass, Sarntal, Obereggen, Ritten), seinen Wintersporttag verbringen möchte. Besonders wenn eine Person alleine unterwegs ist, sollte aufgrund der niederen Kosten und der Nachhaltigkeit auf das private Gefährt verzichtet werden.

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