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Sentres Magazin – Sport & Touren

Ein Foto ist nicht genug

Von der Zeichnung über die Fotografie zur Videokamera. Jetzt habt ihr es gefilmt, jetzt sollen es sich alle anderen gefälligst auch ansehen! Meldet euch!

Wahrscheinlich haben sich Ötzis Zeitgenossen abends am Lagerfeuer von den Gipfeln und Passübergängen erzählt, die sie auf der Jagd nach Gämsen und Steinböcken erreicht hatten. Von der Höhe, dem Rundblick, wie klein doch das Tal und seine Menschen von oben wirken würden. Und wahrscheinlich gab es auch immer jemanden, der diese Erzählung kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen hat, wenn nicht sogar offen angezweifelt hat. Denn woher konnte man wissen, ob die Erzählung nicht einfach ein schönes Märchen oder eine glatte Lüge war.
Wie wäre es mit einem Beweis?

Es dauerte lediglich einige tausend Jahre, bis über den Umweg von Zeichnung, Kupferstich und Camera Obscura die Fotografie erfunden wurde. Joseph Nicéphore Niépce erstellte 1826 das erste bekannte Bild mit der neuen Technik. Von da an ging es Ruck-zuck. 1861 schleppten 25 Wahnsinnige unter der Leitung von Auguste Rosalie Bisson eine schwere Fotoausrüstung auf den Mont Blanc. Das erste Gipfelfoto entstand. Da war er endlich, der ersehnte Beweis.

Und seit Oskar Barnacke von der Firma Leica die Kleinbildkamera erfunden hat, werden wir mit Gipfelbilder gerade zu überschwemmt. Kein Gipfel ohne Foto, Unmengen von Alpinisten drängen sich um Gipfelkreuze, liegen darunter, lehnen daran, machen irgendwas und lassen sich dabei ablichten. Wenn diese knipsfreudigen Mitmenschen alleine unterwegs sind, wird beliebigen Fremden die Kamera in die Hand gedrückt, mit der ausgesprochenen oder gestikulierten Bitte um ein Foto. Und selbstverständlich schließen wir uns diesem Phänomen mit Vergnügen an, sei es als Abgelichtete, sei es als Fotografen. Unzählige Bilder auf sentres erzählen davon.

Aber reicht das heutzutage noch? Ein schnödes Bild? Die Antwort fällt klar und eindeutig aus, NEIN! es reicht nicht. Wir sind schließlich multimedial. Der Gipfel alleine ist zu wenig, wir brauchen auch Aufstieg oder Auffahrt, wir wollen zusehen wie es wieder hinunter geht, gemächlich, gelaufen, gefahren oder gesprungen. Mit Schuhen, Skiern, Rädern, Fall- und Gleitschirmen oder sonstigen Gerätschaften. Die neuesten Helmkameras machen es möglich.

Jeder kann ein kleiner Spielberg sein, Action als hätte Ridley Scott seine Hand an der Kamera, Spannung pur als würde Hitchcock Regie führen. Und das alles komprimiert auf wenige Minuten. Aber was nützt der beste Videoclip, wenn in dann keiner sieht! Oder er einfach unter Millionen ähnlicher mehr oder weniger interessanter Clips auf youtube versauert.

Damit die besten Actionclips nicht dieses traurige Schicksal ereilt, würden wir gerne diesen Herbst ein kleines Filmfestival organisieren. Filmfestival ist ein zu großes Wort, nennen wir es lieber einen Videoabend.

Aber vorher möchten wir einfach mal wissen wie es in dieser Hinsicht in Südtirol ausschaut. Gibt es überhaupt genügend Leute, denen es Spaß macht, mit Videos zu experimentieren? Und habt ihr Lust eure Arbeiten öffentlich zu präsentieren? Die Videoclips sollten von Videoamateuren in Südtirol und angrenzenden Regionen gedreht worden sein. Die Themen sind natürlich Sport, Berge und was man da so alles machen kann.
Schreibt uns doch bitte eure Ideen und Anregungen an info@sentres.com

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