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Sentres Magazin – Natur & Umwelt

E-Bikes im Tourismus – sentres fragt nach

Im Feriengebiet Ridnaun- Ratschings-Jaufental gibt es seit letztem Sommer, genauer seit August 2011, E-Bikes im Verleih. sentres wollte wissen, wie das Konzept funktioniert.

20 Scott E-Sportster stehen sozusagen im Stall und warten darauf, müde Wadl unter Strom zu setzten. Die Verleihstationen sind in Gasteig, in Maiern und 2x in Innerratschings.

Das Scott E-Sportster ist kein reinrassiges Mountainbike, eher ein Gerät für eine gepflegte Radtour auch auf Forstwegen und, warum eigentlich nicht, auch für kleinere Ausflüge ins moderate Gelände. Natürlich nur solange der Weg gut und nicht zu holprig ist. Selbstverständlich kann der von der Anfahrt mit dem Auto gestresste Urlaubsgast auch mal entspannt zum shoppen nach Sterzing radeln, die Batterie hält das aus.

Und sollte die Energie einmal knapp werden, so gibt es 4 Ladestationen, strategisch gut platziert. Der eilige E-Biker muss an diesen Stationen keineswegs Stunden darauf warten, bis die Batterie wieder geladen ist, sie wird einfach ausgetauscht und schon geht es weiter. Also alles gut durchdacht und gut organisiert, bis hin zu geführten E-Bike Touren und einer eigenen Radkarte mit Empfehlungen für passende Radstrecken.

Aber wie wird das Angebot von den Gästen angenommen? 2011 konnten ab August die ersten Räder verliehen werden, 9 Regentage im August und 8 Regentage im September (Daten: Wetterdienst der Autonomen Provinz) bremsten den Enthusiasmus allerdings ein. Trotzdem wurden die Räder etwa 260 mal verliehen, für ein Gegend die man klimatisch sicher nicht mit dem Etschtal vergleichen kann, ein schöner Achtungserfolg.

Seit Mai diesen Jahres stehen die Bikes wieder an den Verleihstationen, der Zuspruch war, laut Aussage des Tourismusvereins Ratschings, unter den wetterbedingten Voraussetzungen recht gut. Es gab einige Ausfälle bei vorbestellten geführten Touren, trotzdem konnten die Räder bis August etwa 530 mal vermietet werden. Bedenken muss man, dass die Ferienregion Ridnaun- Ratschings-Jaufental ein klassisches Wandergebiet ist. Der Gedanke, dass man hier auch Radtouren jenseits von wilden Mountainbikeabfahrten unternehmen kann, muss sich erst einmal festsetzen.

Hier fehlt es vielleicht manchmal noch, immer laut Aussage der Projektverantwortlichen, an der Kommunikation. Da die Räder nicht direkt bei den Hotels zur Verfügung stehen, so zusagen unter den Augen des Urlaubers, ist es umso wichtiger, dass der Gast über dieses zusätzliche Angebot gezielt informiert wird. Trotzdem, es ist ein junges Projekt in seiner ersten vollständigen Saison, und das in einer Region, die man nicht automatisch mit Radfahren verbindet. Sicherlich ambitioniert, aber wer neue Wege beschreiten möchte, braucht oft auch viel Geduld.

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