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Sentres Magazin – Natur & Umwelt

Der Weg in den Frühling über die Promenade

Die Promenade als Abendsportarena, Flaniermeile, Outfitbühne und Zeitgeistspiegel. Die Promenade als Vielzweckumgebung.

Nach einem fast schneefreien Winter werden die Tage nun wieder länger, das Sonnenlicht gewinnt an Stärke und der Frühling naht. Die Menschen sehnen sich nach Wärme, nach Bewegung, nach Begegnung mit der Natur. In Stadtnähe sind es meist die Promenaden, die dem Bewohner die erste Tuchfühlung mit dem Frühling im neuen Jahr ermöglichen. Die Landeshauptstadt Bozen bietet dem naturverbundenen Spaziergänger gleich drei nahegelegene Promenaden mit viel Grün, Kultur und Aussicht.

Motivationsambiente
Die wohl bekannteste "Stadtpromenade" ist die Wassermauerpromenade, die sich wie ein grüner Streifen durch die gesamte Stadt Bozen zieht und die Altstadt vom Stadtteil Gries trennt. Beliebt wegen ihrer zentralen Lage, wird diese menschgemachte Naturumgebung besonders als "Abendsportstätte für Berufstätige" genutzt. Laufend, radfahrend, mehr oder weniger schwitzend wird sich bewiesen, daß man trotz eines Bürojobs noch fit für den Sommer ist, wo Berge und sonstige Abenteuer rufen. Und es wirkt. Der Frühling beflügelt die ambitionierten Freizeitsportler und zaubert ihnen ein Lächeln ins Gesicht. Der Sommer kann kommen.

Halbhoch hinaus
Die Oswald- und die Guntschnapromenade sind die beiden "Gebirgspromenaden" im sogenannten "Promenadenkranz" um Bozen. Erstere der beiden ist besonders für die Bozner auf der Altstadtseite der Talfer ein Promenierterritorium ersten Ranges. Von hochgerüsteten Highttechsportlern mit 3-Lagen-Goretex bis urban-chic-gestylten Frauen, die mit Beinah-Highheels den meist fein geschotterten Promenadensteig knickfrei zu meistern versuchen. Sicherlich keine leichte Aufgabe, frei aus der staunenden Zuschauerperspektive betrachtet. Auch die Aussicht über Bozen bringt den Spaziergänger zum Staunen. Über die Altstadt nach Gries bis nach Überetsch und weiter zum Penegal reicht der Blick.

Funktionsstark
Die Guntschnapromenade, die "Hauspromenade" der Grieser, dem Erzherzog Heinrich von Habsburg gewidmet, führt, sich in Serpentinen bergauf schlängelnd, in Richtung Jenesien. Die in rüschig-eleganten Kleidern dahinsteigenden Bürger der vornehmen Aristokratie des mittlerweile vorletzten Jahrhunderts, sind den lässig gekleideten Promenadenbesucher der heutigen Tage gewichen. Das praktisch-sportliche Outfit gibt auch hier den Ton an. Der starke Hang zu funktioneller Kleidung scheint dem Zeitgeist nach Leistung, Effizienz und immerwährender Flexibilität bereits ziemlich nahe gekommen zu sein. Wie dem auch sei, ein müßiggängerischer Frühlingsspaziergang auf einer herrlich aussichtsreichen Promenade kann den Gedanken an die vergangenen, grau-schneefreien Wintertage garantiert wohlig-sonnig erhellen. Soviel steht fest. 

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