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Sentres Magazin – Sport & Touren

Der Vinschger Höhenweg – ein Weg, zwei Welten

Der Vinschger Höhenweg verläuft über einem ganz besonderen Tal, historisch, kulturell und vor allem geographisch. Nirgendwo sonst gibt es so wenig Niederschlag und so viel Sonne.

Ideale Voraussetzungen für eine mehrtägige Wanderung auf dem Vinschger Höhenweg, vor allem im Frühling und Herbst, sogar noch im Spätherbst. Nur im Hochsommer ist der Vinschger Höhenweg nicht zu empfehlen. Er führt über weite Teile den Sonnenberg entlang, und dieser macht seinem Namen alle Ehre.

Auf Etappen durch den Vinschgau
Den durchgehend beschilderten Vinschger Höhenweg gibt es erst seit wenigen Jahren. Aus alten Verbindungsteigen, Höfestraßen und Forstwegen wurde ein Weitwanderweg geschaffen, der den Wanderer in 6 Etappen durch eine bäuerliche Welt führt, wie es sie sonst kaum mehr gibt. Zwischen dem Ausgangspunkt Staben unterhalb von Schloss Juval und der Etschquelle am Reschenpass liegen über 100 Kilometer Wegstrecke und knapp über 5000 Höhenmeter. Zwischen 1500 und 1800 Meter ü.d.M. quert der Vinschger Höhenweg die steilen und oft steppenartigen Hänge und Schwarzföhrenwälder, nur im Matscher Tal geht es streckenweise über die Waldgrenze hinauf auf die Almen.

Überleben am steilen Hang
Manche Teilstrecken führen tief in die Vergangenheit. Auf Waalwegen entlang uralter Bewässerungsgräben, vorbei an vor Jahrhunderten aufgeschichteten Trockenmauern, an verlassenen Gehöften und Mauerresten. Bis in das 8. Jahrhundert vor Christus reicht die Besiedlungsgeschichte zurück.

Das Leben am Vinschger Sonnenberg war immer schon mühsam, der karge Boden und die Wasserknappheit ließen nur kleine Weiler und einzelne Gehöfte entstehen. Wer keine gute Quelle sein Eigen nannte und keine Wasserrechte besaß, musste seinen Hof früher oder später aufgeben. Die Spuren des langen und einsamen Kampfes um die eigene Heimat, den eigenen Bauernhof hoch da oben, sind immer noch zu sehen.

Der Vinschger Höhenweg ist eine Reise tief in die Kultur und Vergangenheit dieses so einzigartigen Alpentales. Besonders ein Bild zieht immer wieder den Blick auf sich, bleibt im Gedächtnis. Dort unten im Tal, 1000 Meter tiefer wie auf einer Luftaufnahme, die geometrischen Muster einer industrialisierten Landwirtschaft, hier oben, am Vinschger Höhenweg, die steilen und trockenen Wiesen, die aufgelassenen Höfe, die Überreste einer vergangenen bäuerlichen Kultur.

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