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Sentres Magazin – Sport & Touren

Der FIS Ski Weltcup in Gröden

Im Gespräch mit Stefania Demetz, Leiterin des Organisationskomitees

Die Oberschenkel brennen. In jeder Kurve stiebt Schnee empor. Fanjubel, an dem man vorüberprescht. Vollste Konzentration auf jede der eigenen Bewegungen. Angst verdrängen, um mehr Raum zu schaffen für pure Willenskraft. Den Streckenverlauf vor dem inneren Auge. “Da – auf das Steilstück folgt gleich der Buckel.” Sprung. Ziel. Sieg.

Der Schweizer Abfahrtsspezialist Jean-Daniel Dätwyler gewinnt das erste Ski Weltcup-Rennen in Gröden. Dieser 14. Februar 1969 war die Geburtsstunde der Saslong als Weltcup-Abfahrt. Seither haben sich tausende Athleten diese Piste hinuntergestürzt, um den berühmten “Kamelbuckel” mit einer Geschwindigkeit von über 100 km/h zu überfliegen.

Passion and Performance

Die Emotionen sind dieselben geblieben. Und um diese hautnah mitzuerleben, zieht es stets aufs Neue tausende Fans des Skisports, aber auch Schau- und Partylustige zum FIS Ski Weltcup nach Gröden. Ein Megaevent. Dessen Organisation garantiert eine Herausforderung. Bedenkt man, dass rund 800 Mitarbeiter – die meisten davon freiwillige Helfer – ein ganzes Jahr lang mit den Vorbereitungen für die beiden Renntage beschäftigt sind, gewinnt der Slogan “Passion and Performance” plötzlich an Bedeutung.

“Diese Arbeit erfordert tatsächlich leidenschaftliche Begeisterung.“, so Stefania Demetz, Geschäftsführerin und Leiterin des Organisationskomitees. “Ein Sportevent dieser Größenordnung muss perfekt durchdacht, geplant und organisiert sein. Es gibt kein Drehbuch – man weiß nie im Vorab was passiert. Man muss einfach nur vorbereitet, auf alles gefasst und für alles gewappnet sein. Aber genau das ist ja auch das Schöne daran. So ein Sportevent – das ist live. Das ist das echte Leben.”

“Bereits während meinen ersten Erfahrungen in diesem Bereich, wurde mir klar: das möchte ich später machen. Jetzt bin ich seit 1998 dabei, seit dem Jahr 2000 als Geschäftsführerin. Und die Leidenschaft ist immer noch vorhanden."

Der Ski World Cup im Wandel der Zeit

Auf die Frage hin, ob sich die Veranstaltung in den vergangenen 10 Jahren verändert habe, antwortet Frau Demetz: „Vor wenigen Jahren noch standen die Rennen, die Wettkämpfe an sich, im Vordergrund. Heute ist dem Publikum das Rahmenprogramm mindestens genau so wichtig. Entertainment ist nicht mehr Nebensache, sondern eine Grundvoraussetzung um den Erfolg des Skiweltcups in Gröden zu sichern. Das Publikum hat sich verändert. Es besteht nicht mehr einzig aus Sportbegeisterten."

“Aber auch mit den neuen Technologien sind Veränderungen einhergegangen.", lacht Stefania. “Ich erinnere mich gut an die alte Schreibmaschine in meinem Büro. Heute bin ich den ganzen Tag mit meinem Smartphone beschäftigt. Ich empfinde das aber durchaus als eine positive Entwicklung, die uns dabei geholfen hat, noch weiter zu wachsen und immer besser zu werden!”

Auf, nach Gröden!

Und was erwartet die Zuschauer dieses Jahr beim Skiweltcup in Gröden? “Auf jeden Fall ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Zelt- und Hüttenfesten. Auch die umliegenden Betriebe tragen ihren Teil zur Unterhaltung bei: “World Cup Adventures” nennt sich das musikalische und gastronomische Gesamtangebot. Was aber noch wichtiger ist: Es wird sehr schöne Rennen geben. Der Schnee ist dieses Jahr besonders griffig.”

Da bleiben keine Wünsche offen, möchte man meinen. Auf, nach Gröden!

Der FIS Ski Weltcup findet am Samstag, 17. und am Sonntag, 18. Dezember statt. Das genaue Programm: Saslong Ski Weltcup Gröden

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