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Sentres Magazin – Sport & Touren

Das Wetter in Südtirol - die Stellungnahme eines Profis

Berge sind Lebensraum, Erholungsterritorium und leider auch Wetterverzerrer. sentres hat Dr. Günther Geier vom Hydrographischen Amt Bozen um eine Stellungname zur Wettereinschätzung im Land der Berge Südtirol gebeten.

Am Mittwoch, den 17. August wurde im sentres Magazin der Artikel Nächtigungsrückgang auf Schutzhütten publiziert. Darin wurde beschrieben, daß sich einige Hüttenbetreiber Südtirols in den letzten Wochen recht häufig über die Wetterprognosen des Hydrographischen Amtes Bozen gewundert und geärgert haben. Der vorausgesagte Regen blieb aus und die Sonne schien aus dem fast wolkenlosen Himmel. Viele Wanderer und Bergtourengeher blieben zuhause und die Umsätze der Hüttenbetreiber blieben aus. In den folgenden Absätzen ist eine Stellungnahme von Dr. Günther Geier vom Hydrographischen Amt Bozen zum unmutverbreitenden Thema "Wetterprognosen in den Bergen" zu lesen:

"Es ist uns bewusst, dass unser Wetterbericht mittlerweile für viele Wanderer und Bergsteiger zu einem wichtigen Instrument für die Tourenplanung geworden ist. Gerade auch deshalb weil in den vergangenen Jahrzehnten die Treffsicherheit deutlich zugenommen hat und wir heute bei einer Zuverlässigkeit von über 90% für den nächsten Tag angekommen sind. Das bedeutet natürlich, dass nicht alle Prognosen zutreffen und es auch zu Überraschungen kommt. Das liegt in der Natur der Wetterprognose, den perfekten Wetterbericht gibt es nicht.

Vor allem bei so wechselhaften Wetterverhältnissen wie in der zweiten Julihälfte und Anfang August ist die Prognose im Detail sehr schwierig, denn Südtirol ist nun mal kein Punkt, sondern hat eine Fläche von 7400 km². Somit gibt es meist nicht nur ein Wetter, sondern oft in jedem Tal ein anderes. Diese vielen Informationen kann man als Wettervorhersager nicht in den paar Zeilen im Wetterbericht verpacken. Schließlich soll der Wetterbericht ja lesbar bleiben.

Dass aber aufgrund des wechselhaften Wetters die Meteorologen häufig als Sündenböcke für die geringeren Umsätze herhalten müssen, ist leider eine Tatsache. Ich kann Ihnen aber versichern, dass wir auch weiterhin alles Mögliche unternehmen, um die Südtiroler Bevölkerung und unsere Gäste mit noch genaueren Prognosen zu versorgen."

Das Wetter bleibt also eine "Outdoorvariabel". Grundsätzliche Wettertendenzen sind trotzdem hilfreich in der Tourenplanung. Unangekündigte Wettereinbrüche werden aber auch weiterhin passieren. Eine adequate Tourenausrüstung beinhaltet auch einen Kälteschutz und eine Regenjacke und damit dürfte auch ein spontaner Regenguss die Wanderfreude nicht vermiesen und die Umsätze der Hüttenbetreiber nicht einbrechen lassen. Herr Dr. Geier´s abschließende Worte in der Stellungnahme waren übrigens: "Der Sommer ist jetzt jedenfalls zurückgekehrt und so wie es aussieht bleibt er uns auch noch längere Zeit erhalten." 

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