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Sentres Magazin – Rezepte

Das Sauerkraut

Im Herbst zum Törggelen die typischste Beilage... einige Infos zum beliebten Kraut.

Die Kastanien nennt man in Südtirol Keschtn, der noch unvergorene Wein heißt hierzulande Suser und das Spektakel, das diese beiden herbstlichen Stars ins wohlverdiente Rampenlicht rückt, nennt sich ‚Törggelen‘. Soviel ist dem Südtirol-Gast, der zur ‚5. Jahreszeit‘ in den Urlaub kommt, natürlich schon bekannt. 

Heute gilt es jedoch mal einem Nebendarsteller dieses alljährlichen Südtiroler Brauchtums zu huldigen. Denn was, liebe Freunde des herbstlichen Schmauses, wären die Speckknödel, die Hauswürste und Rippeln ohne diese wunderbare und mindestens ebenso zünftige Beilage, dem g’schmackigen, saftigen, würzig-sauren Sauerkraut? 

Es liefert einer jeden Schlachtplatte das Fundament (nun, mitten ins Sauerkraut geklatscht finden auch die runderen unter den Beilagen ihren Halt), bietet dem fleischverwöhnten Gaumen eine willkommene geschmackliche Abwechslung und dem Schlemmergewissen Erleichterung, denn schließlich isst man hier ja ein bisschen Gemüse, nicht wahr?

Pfeffer, Wacholderbeeren, Kümmel oder Apfelstückchen verhelfen dem meist im Fass gegorenen Sauerkraut zu einem köstlichen Aroma. Und entstehen tut das Ganze so: wenn das Kraut geschnitten und im Topf eingestampft und gelagert wird, dann setzt sich der enthaltene Zucker in Milchsäure um. Aber wer will schon über Bakterien und Gärung nachdenken, wenn er beim Essen ist? Besser ist es da zu wissen: Sauerkraut ist reich an Vitaminen und arm an Kalorien. Und somit ideal als Begleiter eines Törggele-Schmauses. Oder? 

Nun - einen Nachteil hat das Sauerkraut schon. Denn was gegoren wurde, das arbeitet im Bauch bekanntlich weiter. Und manchmal ist es ‚am Tag danach‘ schwer nachvollziehbar, ob es nun die Keschtn, der Suser, oder das Sauerkraut waren, das nun körperlich ‚in den höchsten Tönen‘ gelobt wird. 

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