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Sentres Magazin – Sport & Touren

Das Klapprad etabliert sich

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts gab es erste Fahrradmodelle, die für den mobilen Einsatz geeignet waren. Nicht sonderlich schwer, zusammenklappbar und mit kleinen Rädern ausgestattet, waren sie leicht transportierbar. In über 100 Jahren hat sich aus dem primitiven Behelfsdrahtesel ein Hightech-Fortbewegungsmittel entwickelt.

Besonders im urbanen Raum hat sich in den letzten Jahren das Klapp- oder Faltrad zu einem fixen Bestandteil des Stadtbildes etabliert. Immer wieder flitzt ein solch buntes, kleinrädriges Gefährt an einem vorbei. Wendig, leise, flink sind sie, die Klappräder unserer Tage. Kein unnötiges Klappern oder Quietschen stört das leise Greifen der Kette.

Aller Anfang ist schwer 

Die schnellen, meist hektischen Kurbelumdrehungen der Klappräder der 70er Jahre sind mit Hilfe von hochwertigen Übersetzungen zu entspannt kraftvollen runden Bewegungen geworden. Die Fortbewegungsgeschwindigkeit ist damit deutlich gestiegen und ist in vielen Fällen mit der gewohnten Stadtradgeschwindigkeit identisch. Ist der Zielort erreicht, wird das Rad zusammengeklappt, weggetragen oder deponiert. Im Büro, im öffentlichen Verkehrsmittel oder im Kofferraum des PKWs findet sich immer genug Platz für so ein Vehikel.

In Italien war in den 70er und 80er Jahren ein einziger Begriff Synonym für Klapprad, die "Graziella". Mitten im Wirtschaftsboom, im Jahre 1964, wurde von der Fahrradfirma Carnielli, das innovativ-elegante Klapprad "Graziella" auf den Markt gebracht. Als "Rolls Royce di Brigitte Bardot" wurde das Fahrrad auf dem italienischen Markt beworben und daraufhin erfolgreich verkauft.

Leicht und flink durch die Straßen

Klappräder älteren Semesters waren in den meisten Fällen zu schwer um wirklich als "transportabel" zu gelten, zu schwergängig um sich als ernstzunehmendes Fahrrad zu beweisen und zu instabil und klapprig, um längere Ausflüge zum Vergnügen zu machen. Die aktuellen Modelle der Falträder sind ohne weiteres auch für längere Touren geeignet. Bis zu 24 Gänge, Leichtbaurahmen aus Alu oder Carbon und auch die Tretergonomie eines Klapprades ist der eines Stadtfahrrades sehr ähnlich geworden. Klappräder sind heutzutage zu "richtigen Fahrräder" geworden.

Zahlreiche Fahrradhersteller- und -manufakturen werben mit den ausgeklügelten Faltmechanismen und Fahreigenschaften ihrer Klappradmodelle um die Gunst des mobilen Fahrradliebhabers. Auch sind in letzter Zeit vermehrt Klappräder als E-Bikes erhältlich. Diese Option wird voraussichtlich die interessierte Käuferschaft dieses Fahrradsegments noch weiter vergrößern. Hat man mit so einem batterieunterstützten Faltbike, ja quasi schon ein nachhaltiges Kleinstmotorrad im Kofferraum.  Wahrscheinlich wird sich das Südtiroler Straßenbild in den nächsten Jahren grundlegend verändern. Mehr kompakte Zweiräder, weniger tonnenschwere Möchtegerngeländewagen. Könnte klappen!


 

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