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Sentres Magazin – Natur & Umwelt

Böser Berg ?

Einige Gedanken von Bergführer Helmut Kritzinger zum Thema Sicherheit am Berg.

Gefährliche Berge
Seit Jahresanbruch hat es bereits 38 Bergtote in Südtirol und den Dolomiten gegeben. Nun, ist das viel oder wenig? Viel, wenn man bedenkt, dass jeder Bergtote einer zu viel ist.  Wenig, wenn man sieht, wie viel und auf welche Weise mittlerweile berggestiegen wird. Mir, als Bergführer, wirft sich oftmals die Frage auf, ob schon genug für die aktive Sicherheit unternommen wird. Dabei stelle ich fest, dass die technische Ausrüstung zumeist ausreichend ist. Die Bergsteiger verfügen über gutes Material und passende Bekleidung.

Zum Autor:
Helmut Kritzinger ist ein besonders erfahrener Alpinst, Bergführer und auch Gründer der Alpin Schule Arc Alpin.

Dennoch: selbständiges Bergsteigen ist nicht ungefährlich – davon ist, denke ich mal, jeder überzeugt. Ich sehe allerdings bei Begegnungen auf meinen alltäglichen Bergtouren immer wieder, dass sich nicht jeder dieser großen Gefahren bewusst ist. Wie soll der/diejenige auch? Man kann sich dieses Berg-Bewusst-Sein nicht einfach auf zwei bis drei Bergfahrten  aneignen, sondern benötigt dafür die erforderliche Ausbildung und Erfahrung.

Sicherheit und Verantwortung
Wenn dann etwas passiert, sitzt der Schock tief. Und es sind nicht immer nur die fatalen Bergunfälle mit tödlichem Ausgang, sondern auch kleinere Unfälle, aber mit großen Folgeschäden. Warum setzen also so viele Bergsteiger ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel? Es handelt sich hierbei ja nicht nur um Eigenverantwortung, sondern auch um die Verantwortung seinen Angehörigen gegenüber.

Daher bin ich immer mehr der Meinung, dass man sich einem Profi in Sachen Bergsport anvertrauen sollte. Ein Bergführer kann mit seinem großen Wissensschatz über Ort, Lage, Gestein und Zustand eines Berges, seiner jahrelangen Erfahrung, seiner kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung einen bergbegeisterten Menschen sicher in die Berge und zurück bringen. Es steht außer Frage, dass die Dienste eines Bergführers nach wie vor die beste Investition und Lebensversicherung in Punkto Sicherheit am Berg sind.
Trotz der Zeiten des knappen Budgets, kann ich nur bekräftigen: Ein Bergführer ist keine Garantie, aber der größtmögliche Garant für Sicherheit. Unterm Strich ist es also doch „günstiger“ in Begleitung eines erfahrenen Bergführers die Faszination Berg zu erleben.

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