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Sentres Magazin – Sport & Touren

Bergsommer 2011 - eine Unfallbilanz

Die Bergunfälle 2011 sind im Vergleich zu den vergangenen Jahren relativ stabil geblieben. Der technische Leiter des Aiut Alpin Dolomites Raffael Kostner gab uns einen Einblick in die Unfall-Bilanz des Sommers.

Jedes Jahr wirft der Aiut Alpin Dolomites ein Auge auf die Unfallbilanz der vergangenen Monate. sentres fragte nach und wollte wissen welcher Unfall, bei welcher Aktivität und vorallem warum passierte. 

Alte Fakten, neue Erkenntnisse

Trotz der relativ stabilen Unfalldaten im Dolomitensommer 2011 hat sich doch eine relativ neue Erkenntnis in Bezug auf die Bergung von Alpinkletterern ergeben. "Es ist öfters passiert, daß wir unverletzte Kletterer aus einer Wand holen mussten, da sich diese wohl in Kondition und Alpinfachkenntnis verschätzt hatten. Gut trainierte Sportkletterer steigen in die Alpinwand und meinen, dass ein 4. Grad im Gebirge leicht zu schaffen wäre, doch dem ist meist nicht so. Mehrseillängentouren sind zwar meist nicht so schwierig wie eine 20 m-Tour in der Halle, doch dafür über längere Zeit sehr kräfteraubend" sagt Kostner. Dazu vergisst der alpin ambitionierte Sportkletterer scheinbar oft, dass die Kletterei in freier Natur einige Variablen bereit hält, die in der Kletterhalle nicht zu bedenken sind. "Es wird sehr oft zu spät in die Tour gestartet und das mögliche nachmittägliche Sommergewitter verdrängt. Dies kann jedoch sehr schnell zu unangenehmen und sehr gefährlichen Notsituationen führen" meint Kostner.

Gute Vorbereitung rettet Leben

"Mountainbiker sind im Verhältnis zu den überwiegend schwierigen Strecken, die sie bewältigen, relativ sicher unterwegs. Demnach sind sie wohl meist gut trainiert und ebenso gut auf die Strecke vorbereitet", meint Kostner verschmitzt. Die unverbesserlichen Sorgenkinder eines jeden Bergsommers bleiben die Wanderer und Bergsteiger.

"Heutzutage ist in dieser Bergsportkategorie nicht mehr die unpassende Ausrüstung der Grund für Bergunfälle. Vielmehr sind es die mangelnde Kondition und die einhergehende Selbstüberschätzung, die zu Kreislaufkollaps oder gar Herzinfarkt führen. Trotz hochmoderner Erstehilfeausstattung in den Rettungshubschraubern und einer raschen Bergung, kann das Leben der Verunglückten leider nicht in allen Fällen gerettet werden." erläutert Kostner.

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