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Sentres Magazin – Geschichte & Kultur

Arnold Demetz - Der Berg als Inspiration

Wenn sich Arnold Demetz in die Berge wagt, dann aus reiner Leidenschaft. Ob die Begeisterung zum Berg oder jene zum eigenen Handwerk für ihn bedeutender ist, vermag er gar nicht mehr zu urteilen. Doch eines weiß Arnold Demetz genau. Die Bergwelt der Alpen berührt ihn immer wieder tief, und spornt ihn in seiner Arbeit als Holzschnitzer, sowie in der Ausübung seines Sports zu Höchstleistungen an.

Der Sport und das Holzschnitzen wurden ihm in die Wiege gelegt

Als gebürtiger Grödner ist es naheliegend sich für den Skisport und das Holzschnitzen begeistern zu können. „Allerdings war dies in meiner Familie ein besonders ausgeprägtes Phänomen“, weiß Demetz mit Begeisterung zu berichten. Bereits sein Großvater erlernte die Kunst der Holzschnitzerei und überlieferte ihm sein Wissen und Können. Sein Vater hingegen wusste als Profi-Langläufer die Massen zu begeistern. „Dank solcher Vorbilder in meiner Familie ist es nicht verwunderlich, dass ich mich für die Kunstschule in St. Ulrich entschieden habe. Als Ausgleich dazu zeigte ich vollen Einsatz als Mitglied in der italienischen Nationalmannschaft der Skilangläufer. Eine Erfahrung welche meine Leidenschaft zum Sport besonders wachsen ließ“, erzählt er noch heute mit einem Strahlen in den Augen. Zudem fügt er hinzu, dass der Langlauf ihn die Liebe zur Natur und zur Ruhe in den Bergen entdecken hat lassen. Eigenschaften, welche ihn später in vielen Werken inspirieren sollten.

Der Berg als Rohstofflieferant und Quelle der Inspiration

Heute ist Arnold Demetz begeisterter Gletscher- und Bergtourengeher. Allein oder mit Freunden macht er sich häufig auf den Weg in die Berglandschaften der Schweiz, Österreichs, sowie Südtirols. Als Abenteurer scheut er dabei keine Mühe oder Last. Beste Voraussetzungen dafür, das für ihn so wertvolle Zirbelholz zu sammeln, jener Rohstoff, aus welchem er seine Figuren anfertigt. Wichtig ist es ihm dabei, viel von der Natur und dem Leben des Waldes dem Publikum und Interessierten vorzuführen. Während des Anfertigens seiner Figuren bleibt er daher diesem Grundsatz treu und behält viele Elemente des ursprünglichen Holzstückes bei. Auf diese Weise entstehen zahlreiche Figuren, welche von der natürlichen Form eines Holzstückes in die verschiedensten traditionellen und modernen Motive übergehen.

Tradition versus Moderne- eine immerwährende Herausforderung

Auf meine Frage hin, ob ihm das Anfertigen traditioneller Holzschnitzereien oder moderner Objekte mehr Spaß mache, kann er nur schmunzeln.  „Traditionelle Holzschnitzerei blickt auf eine lange Zeitspanne zurück, welche herausragende Werke hervorgebracht hat. Allerdings ist dieser Markt in meinen Augen gesättigt und wird allmählich langweilig“, so Demetz. „Für mich gilt es frei zu arbeiten, mich in den Bergen inspirieren zu lassen und die Schönheit meiner Erlebnisse in der Natur in meinen Werken widerzuspiegeln“, bestätigt er erfreut. „Dies ist mein alltäglicher Ansporn welcher mich mehrmals in der Woche in die Natur hinaustreibt, in meine Quellen der Kraft- die Berge. Bereits dort wachsen meine Ideen und reifen später im Atelier zu Frauen- oder Tierskulpturen, sowie traditionellen Werken heran.“ Bewundern kann man seine Werke in den gut besuchten Kunst -Galerien in Kaltern und Algund, wo sich auch die modernen Motive des Grödner Künstlers immer größerer Nachfrage erfreuen. Für Arnold Demetz Grund zur Freude am eigenen Handwerk, welches weiterhin die Südtiroler Künstler- Szene mit Holzskulpturen bereichern wird. Einen weiteren Einblick in das Schaffen von Arnold Demetz gibt es auf seiner Website Bergholzen.

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