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Sentres Magazin – Sport & Touren

Alé Ale - Die Kletterkönigin

Alé Ale - Bevor sich Südtirols beste Klettererin an eine Route wagt, spornt sie ihr Team vorerst mit diesen beiden Worten an.

Alexandra Ladurner im Gespräch mit Sissi March für sentres.com

Lässig sitzt sie da. In Pullover und Jeans, lacht sie mir entgegen. Alexandra Ladurner, 19 Jahre jung, aber doch schon eine der ganz Großen der Kletter- Szene. In ihrer Hand ein Glas Sportwasser. Zu Recht, denn Sport ist ihr Leben und ihre Sucht. Eine Leidenschaft, welche durch einen glücklichen Zufall, einen Wink des Schicksals begonnen hat.

Erste Schritte in eine erfolgreiche Zukunft
Vieles hat sie ihrer Mutter zu verdanken, weiß sie mit strahlenden Augen zu berichten. Wäre sie nicht gewesen hätte sie wohl eher Badminton als Sportart gewählt, lacht Alexandra heute darüber. Mit zehn Jahren hat sie ihre Mutter für einen Anfänger- Kurs im Sportklettern angemeldet, wo sie ihr heutiger Trainer Andreas Sanin entdeckt und in die Wettkampf- Mannschaft geholt hat. Eine weise Entscheidung, wie Alexandras Erfolge bestätigen.  Ein Idol hat sie auf ihrem Weg allerdings nicht begleitet. Rückhalt und Ansporn, waren ihr immer ihre Familie, sowie die eigenen Trainer, Mitstreiterinnen und Mitstreiter, und ihre besten Freunde. Sozusagen- ein ganz „normales“ Mädchen.

Und doch kann sie Eines besser als andere!
Nämlich klettern- und dies verdammt gut. Egal in welcher Disziplin des Sportkletterns- ob Schnelligkeits- und Schwierigkeitsklettern, sowie Bouldern. Mit raffinierter Technik und Leichtigkeit weiß sie seit Jahren zu überzeugen und holt mit ihrem Talent eine Trophäe nach der anderen. Ob Juniorenwettbewerbe auf nationaler und europäischer Ebene bis hin zur internationalen  Spitzenklasse. Erst im vergangenen Jahr stand sie als erste Südtiroler Klettererin ganz oben am Stockerl und darf sich heute stolz Junioren- Weltmeisterin  nennen. „Ich habe mir dabei keinerlei Hoffnungen gemacht, der Sieg in Edinburgh kam für mich überraschend und deshalb war ich umso glücklicher, als ich diesen Traum für mich realisieren konnte, bestätigt sie mir erfreut.

Von der richtigen Einstellung zum Sport
Erstaunlich an dem jungen Ausnahmetalent ist allerdings ihre Motivation, mit der sie all diese Siege erringen konnte. „Es macht mir vor allem Spaß viermal in der Woche zu trainieren. Das Klettern ist für mich eine wohltuende Freizeitbeschäftigung. Das Überwinden neuer Herausforderungen und das Perfektionieren des eigenen Handwerks kommen dabei erst an zweiter Stelle“,  gibt sie sich überzeugt. Ein gutes Motto des bodenständigen und zielstrebigen Mädchens, wie sie sich selbst mit zwei Adjektiven beschreibt.  Charakterzüge, welche es ihr ermöglichen im richtigen Moment immer „topfit“ zu sein und nach ihren Träumen zu greifen. Mit Erfolg. Bravo! Trotz allem ist sie auf dem Boden geblieben, scheut die Öffentlichkeit nicht und gibt Nachwuchskletterern- und innen gerne Autogramme, um ihnen auf ihrem Weg zur persönlichen Höchstleistung als Vorbild zu fungieren.

Ihr persönlicher Weg führt sie allerdings in eine neue Richtung. Ein Wirtschaftsstudium sollte es sein und in ein paar Jahren vielleicht eine Familie. Dabei will sie den Klettersport aber nicht aus den Augen verlieren und in Erwachsenenkategorien ihr Können unter Beweis stellen.
Das würden wir aber auch stark hoffen. Alé Ale!

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