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Leifers

Die Stadt südlich von Bozen

Leifers liegt etwas unscheinbar im Schatten der Landeshauptstadt Bozen, hat aber mehr in Petto als gedacht. Die heute großteils italienisch geprägte Stadt Leifers im Südtiroler Unterland wurde erstmals im Jahre 1237 als "Leifuers" erkundlich genannt.

Eingebettet zwischen der majestätischen Bergwelt der Dolomiten im Osten, dem waldigen Seengebiet im Überetsch und dem geschäftigen Treiben von Bozen, vermittelt Leifers südliches Flair in grüner Umgebung. Der auf dem Schuttkegel des Brantenbaches gelegene Ort bekam im 14. und 15. Jahrhundert erstmals durch den Holzhandel mit dem Süden eine wirtschaftliche Wichtigkeit. Das nahegelegene Brantental lieferte beträchtliche Mengen Holz, das darauf über die Etschschifffahrt mit Flößen abtransportiert wurde.

Der Leiferer Porphyr war das zweite Standbein des mittelalterlichen "Leifuers", obwohl dieser Wirtschaftszweig erst im 19. Jahrhundert wirtschaftlich relevant wurde. 1819 wurde Leifers zur eigenständigen Gemeinde. Bis zum Jahre 1948 führte das Bozner Straßenbahnnetz bis nach Leifers. Mit der aufkommenden Möglichkeit des privaten Autoverkehrs entwickelte sich Leifers immer mehr zu einer beliebten "Satellitenstadt" von Bozen, die von vielen Bewohnern des Bozner Raumes als preisgünstigere und durchaus komfortable Wohngegend gewählt wurde.

Leifers hat einen sehr eigenständigen dialektalen Sprachcharakter entwickelt. Aus der Mischung der historisch-traditionellen deutschsprachigen Bevölkerung der österreichisch-ungarischen Vergangenheit und der traditionell italienischsprachigen Bevölkerung des  Trentiner Raumes, entsprang der "Leiferer Dialekt"

Das Leiferer Gemeindegebiet erstreckt sich vom unmittelbar an Bozen anschließenden Unterau oder St. Jakob über Teile des Brantentales, Breitenberg, des Regglberges sowie des Bergdorfes Seit. Besonders die Gegend des Brantentales bis nach Deutschnofen und die Umgebung von Seit ist für entspannte Wanderungen in einsamer Umgebung das ideale Terrain. Für Wanderungen in den kalten Wintermonaten eignet sich der besonders sonnig ausgerichtete Leiferer Höhenweg.

In historischer Hinsicht erwähnenswert ist der 2004 errichtete Zubau der alten Leiferer Pfarrkirche. Eine faszinierende architektonische Kombination zwischen Alt und Neu. Der Kirchturm aus dem Jahre 1250 blieb somit erhalten. Einen Ausflug wert ist auch die Peterköfele Kapelle über Leifers, einst Teil der abgegangenen Burg Liechtenstein.

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