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Laas

Im Land der marmornen Bürgersteige

Laas schmiegt sich eng an die Etsch, inmitten von schachbrettartig gemusterten Obstanbauflächen. Auf der einen Seite von Laas reckt sich der Vinschgauer Sonnenberg nach seiner Namensgeberin, gegenüber erhebt sich schützend der Nördersberg, welchem ein kostbarer Schatz innewohnt.

Bis auf 2000 Metern Höhe durchziehen Millionen und Abermillionen Kubikmeter Adern weißen Marmors das Bergmassiv. Seit dem 15. Jahrhundert brechen Bergarbeiter hier das „weiße Gold“ und bringen es mit einer Schmalspurbahn, dem Laaser Marmorbahnl, zu Tal. Der strahlend weiße Laaser Marmor ist international bekannt, schmückt er doch zahllose Kunst- und Bauwerke der ganzen Welt.

In Laas und Umgebung widmen sich etliche kunsthandwerkliche Betriebe der Arbeit mit dem reinen Kalkstein. Eine Steinmetzschule besteht hier bereits seit der K.u.K.-Monarchie.

So ist es nicht verwunderlich, dass weiß strahlende Pflastersteine, Treppen, Skulpturen und Brunnen die schmalen Gassen des Dorfes zieren. Die Apsis der Laaser Pfarrkirche besteht vollständig aus Marmor.

Eine weitere geistliche Sehenswürdigkeit ist die Kirche des heiligen Sisinius. Mauerumfriedet und etwas gedrungen steht es da, das älteste Gotteshaus im Vinschgau. Hier genießt der Wanderer Ruhe und Gelassenheit. Und einen weiten Blick über unberührte Natur.

Sanfte Pfade begleiten in die nahen Biotope Eyrser und Tschenglser Auen. Die feuchtgrünen Gebiete trotzen gekonnt der Niederschlagsarmut und Trockenheit des Tals.

Die Marille genießt dieses Klima und bildet zusammen mit dem Marmor den Anlass zu einem alljährlichen Event. „Marmor & Marille“ nennt sich die Veranstaltung, welche Stein und Steinobst feiert. Markt und Musik. Zwischen blendend weißen Kunstwerken duften knallorange Marillen.

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