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Heini Holzer Klettersteig

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Informationen zur Tour Heini Holzer Klettersteig

Tour Hauptmerkmale

  • Dauer
    3:30 h
  • Strecke
    6.0km
  • Höhenmeter
    670 hm
  • Höhenmeter
    670 hm
  • Max. Höhe
    2523 m
Heini Holzer, der freundliche Schornsteinfeger aus der Ortschaft Schenna unterhalb des steil aufragenden Ifingers, war einer der größten Bergsteiger seiner Zeit. Ein Zufall katapultierte ihn in eine alpine Randdisziplin, in der in den 1970er Jahren nur sehr wenige Alpinisten zu Hause waren. Man kann Holzer als den Vater des Steilwandfahrens bezeichnen Als echter Bergsteiger erkundete er alle Steilwände, die er befuhr, im direkten Aufstieg und plante die einzelnen Abfahrten bis ins letzte Detail. Über 100 Mal gelang dem „Feger“ (sein Spitzname, der auf seine Arbeit als Schornsteinfeger sowie auf das Hinunterfegen über die Eiswände verwies) eine erste Befahrung, wobei die Abfahrt über die Ifinger SW-Flanke eines seiner schwierigsten Steilwandunternehmen war. Fast zehn Jahre hatte er auf den geeigneten Zeitpunkt gewartet, um die 55 Grad steile und mit Felsriegeln durchsetzte Wand zu befahren. 1977 verunglückte Holzer tödlich am Piz Roseg (3937 m) in der Berninagruppe, Graubünden (Schweiz).

Wegbeschreibung

Aufstieg

Der 550 Höhenmeter lange Aufstieg, der mit 1000 Metern Stahlseil perfekt gesichert ist, weist mittlere Schwierigkeitsgrade (A – B – B/C) auf und ist deshalb auch für den weniger starken Alpinisten oder für bergerfahrene Familien mit geh- und kletterfreudigen Kindern (ab 10 Jahre) geeignet. Für die Begehung des Klettersteiges sind ein früher Aufbruch sowie eine gute Gesamtkondition Grundvoraussetzung. Entlang des Aufstieges gibt es kein Wasser und keine Fluchtwege. Ein eventueller Rückzug ist nur nach unten möglich. Der Klettersteig ist komplett mit Stahlseilen gesichert, es gibt keine Passagen, die in freier Kletterei oder im ungesicherten Gelände bewältigt werden müssen. Viele steile und schwierigere Stellen wurden durch Tritthilfen entschärft. Trotzdem stellt der letzte Teil des Klettersteiges, die sogenannte Engelskante, eine sehr beindruckende Felspassage dar.

Die Ausrichtung des Aufstieges nach Südwesten (hin) erlaubt eine sehr frühe Begehung des Klettersteiges. Die Bergsaison reicht bis weit in den Spätherbst hinein. Für den versierten Bergsteiger wird der Heini-Holzer-Steig auch während vieler Wintermonate begehbar sein.

 

Zustieg

Meran – Naiftal. Auffahrt mit der Großkabinenbahn Meran 2000. Der Weg verläuft vom Piffinger Köpfl (der Bergstation der Seilbahn Meran 2000, erreichbar auch vom Parkplatz in Falzeben, Hafling mit einer Umlaufbahn) ein kurzes Stück über einen breiten Fahrweg bis zu einer Weggabelung, wo eine Beschilderung auf den Klettersteig verweist. Dort zweigt man links auf den Weg Nr. 18 (Schartlweg – teilweise gesichert) ab. Dieser führt zuerst leicht abwärts, vorbei an zwei Abzweigungen zum beschilderten Zustieg kurz unterhalb des gut ersichtlichen Anseilplatzes.

130 Hm Aufstieg & 75 Hm Abstieg ¾-1 Std.

Schenna – Talstation Taser Seilbahn. Auffahrt mit der Bahn. Über die Ifinger Hütte zur Ifinger Scharte und von dort dem Schartlweg Nr. 18 (auf Abschnitten gesichert) zum beschilderten Einstieg folgen.

700 Hm Aufstieg & 200 Hm Abstieg 2½-3 Std.

 

Gsteier (Mittelstation Großkabinenbahn Meran 2000 – kurzer Aufstieg nach Gsteier). Dem Weg Nr. 3 zum Ochsenboden folgen. Weiter zum Schartlweg (Nr. 18 – teilweise gesichert). Über diesen nach links zum beschilderten Einstieg.

850 Hm Aufstieg 3-3½ Std.

 

Abstieg

Am Ausstieg folgt man der Beschilderung zur Abzweigung „Kleiner Ifinger (2552 m) und Großer Ifinger (2581 m)“. Dort beginnt auch der Abstieg hinunter zur gut sichtbaren Kuhleitenhütte. Wer spät dran ist oder nicht in der Hütte einkehren möchte, der biegt kurz vor Kuhleiten nach rechts ab und gelangt auf einem Steig, der durch die Grasflanke hinunter zum breiten Weg (Naturstraße) führt, zurück zum Ausgangspunkt.

500 Hm Abstieg 1-1½ Stunden

 

Gipfelbesteigungen

Ausstieg-Kleiner Ifinger 52 Hm ca. 10 Minuten

Ausstieg- Großer Ifinger (Klettersteig A/B) 81 Hm ¾-1 Stunde (hin und zurück)

Startpunkt

Bergstation der Seilbahn Meran 2000

Zielpunkt

Bergstation der Seilbahn Meran 2000

Besonderheiten

Wie alles begann

Die Klettersteige waren noch vor nicht allzu langer Zeit ein Privileg der Dolomitenberge. Am Ifinger, dem Hausberg der Tourismusdestination Schenna, tummelten sich vor allem in Zwischenkriegszeit die guten Kletterer. Dann geriet das majestätische Wahrzeichen des Meraner Raums in Vergessenheit.

Erst 2015 nahm die Idee eines Klettersteiges am Ifinger konkrete Formen an. Der Meraner Bergführer Peter Vanzo hatte schon etwas früher eine Route erkundet, die direkt neben der von Holzer befahrenen Steilflanke liegt. Der Tourismusverein Schenna und der Alpenverein Schenna haben das Projekt mit vereinten Kräften vorangetrieben, sodass im Mai 2016 die Arbeiten am Heini-Holzer-Klettersteig beginnen konnten. Ein grandioser Aufstieg in einer atemberaubenden Umgebung, der das einfachere Gegenstück zum äußerst schwierigen Hoachwool Klettersteig am Eingang ins Schnalstal ist! Der Heini-Holzer-Steig wurde von vier Bergführern in sechs Wochen Arbeitszeit fertiggestellt, wobei Peter Vanzo, Bergführer aus Meran, die Arbeiten koordinierte.

Geologische Besonderheiten: Der Ifinger liegt direkt an der Periadriatischen Naht. Mit einer Gesamtlänge von 700 km ist sie die bedeutendste tektonische Störungslinie der Alpen, die in einem weiten Bogen ungefähr parallel zur Küstenlinie des Adriatischen Meeres verläuft.

Parken

Parkplatz an der Talstation der Seilbahn Meran 2000

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Bus bis zur Talstation der Bergbahn Meran 2000

Anfahrt

Zur Talstation der Bergbahn Meran 2000 bei Meran oder mit dem Auto nach Hafling und weiter bis Falzeben. Mit der Bahn zum Ausgangspunkt der Wanderung

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