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Kaltern

Kinder Gottes

Wer an Kaltern denkt, hat gleichzeitig den Kalterer See vor Augen. Mal spiegelglatt und besonnen, mal bewegt und gewellt, liegt er inmitten einer von Obst- und Weinbauern geprägten Landschaft. Und darüber Kaltern selbst, erwürdig und dennoch erfrischend jung.

Dieser See ist Namensgeber eines fruchtigen, leichten Rotweins. Gemeinsam mit anderen Weinen der Region darf sich der „Kalterersee“ internationaler Bekanntheit erfreuen. Auf zahlreichen Festen und Veranstaltungen wird jede Verkostung zum sinnlichen Abenteuer. Kaltern bedeutet: Weingenuss leben.

Wie grüne Wogen umspielen die vielen Weinberge das, bis ans Mendelgebirge reichende Dorf. Eine gleichmäßige, schachbrettartige Rebenlandschaft. Der Wein prägt hier aber nicht nur Landschaft, Alltag und Kultur – auch die Baukunst ist seit jeher damit verwurzelt. Historische, düstere Kellergewölbe sind Teil eines jeden Hofes.

In den letzten Jahren hat sich das Dorf getraut, in architektonischer Hinsicht offensiver zu werden. Bereits am Ortseingang empfängt das Winecenter die Besucher. Schräg, gekippt und verdreht steht das Gebäude da, verkleidet mit dunkelroten Faserzementplatten, lädt ein Neues zu entdecken und Neues zu verkosten.

Mit dem Alten, mit der Kulturgeschichte des Weinbaus, beschäftigt sich das Weinmuseum im Dorfzentrum. Urige Arbeitsgeräte, Weinkelter, Gärfässer, Flaschen und Gläser geben Einblick in die einstige Arbeitsweise der Bauern.

Ganz in der Nähe befindet sich der gepflasterte Marktplatz mit dem barocken Marienbrunnen. Hier reihen sich Fassaden von Ansitzen, Handwerker- und Weinbauernhöfen aneinander. Unter Sonnenschirmen und Baldachinen versammeln sich die Gäste der Cafés. Es riecht nach Sonne auf warmer Haut, nach würzigem Kaffee, nach Blumenluft – Kalterer Kleinstadtflair.

Erkerbestückt, freskengeschmückt präsentieren sich die historischen Herrschaftshäuser, welche das gesamte Dorfbild bestimmen. Die Wipfel von Zypressen und Oleandern ragen hinter Mauern hervor und lassen auf parkartige Anlagen in Innenhöfen schließen.

Laut und dumpf dröhnen die Glocken des Kirchturms. Im Inneren präsentiert die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt ein farbenfrohes Deckengemälde von Joseph Schöpf. Jede Fraktion des Dorfes darf mit ihrer ganz persönlichen Kirche aufwarten. Die sogenannten „Herrgottskinder“ machen ihrem Namen also alle Ehre.