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Innichen

... bis zu des Haunolds-Riesenreich.

Innichen im Südtiroler Hochpustertal. Fast nur einen Steinwurf entfernt liegt die majestätische Haunoldgruppe, die zu den Sextner Dolomiten gehört. Innichen ist ein moderner und gleichzeitig historisch geprägter Ort. Eine Reihe von kulturellen Denkmälern eingebettet in eine im Süden angrenzende schroffe Berglandschaft gepaart mit geheimnisvollen Sagen. Wahrzeichen des Ortes ist die romanische Stiftskirche aus dem Jahr 1257.

Geschichtlicher Hintergrund
Das Gebiet um Innichen wurde im 4. Jh. v. Chr. von den Kelten besiedelt, der Name "Innichen" bedeutet "stattlich, prächtig". Auch die Römer ließen in dieser Gegend ihre Spuren zurück - wie in historischen Quellen beschrieben wird, errichteten sie um 15 v. Chr. hier vermutlich eine Militärstation mit dem Namen "Littamum". Aufgrund militärischer Auseinandersetzungen zwischen den aus dem Osten vorrückenden Slawen und den aus den Norden kommendne Bajuwaren, wurde diese Siedlung zerstört.
 

Im Jahr 769 n. Chr. schenkte der Bayernherzog Tassilo III. dem Abt Atto von Scharnitz einen Landstrich zwischen dem heutigen Welsberg und Abfaltersbach (A). Voraussetzung dafür war, dass im campus gelau (= eisiges Land) ein Benediktinerkloster zur Missionierung zu gründen sei. Innichen ist somit das älteste Stift und eine der ältesten bajuwarischen Siedlungen Tirols.
Im Jahre 783 wurde Abt Atto von Scharnitz Bischof von Freising. Seitdem gehörte Innichen mit einer kurzen Unterbrechung bis zur Säkularisation im Jahre 1803 zum Fürstbistum Freising.

Durch das Wirken des Klosters entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Zentrum. Noch heute kann man das an den stattlichen Bauten und an den Bürgerhäusern sehen.

Die Herrschaft Innichen („Hofmark Innichen“) erreichte im Hochmittelalter (12. und 13. Jh.) ihre absolute Blütezeit. Ihr Gebiet reichte von Welsberg im Westen, Abfaltersbach im Osten bis hinunter in die venetianische Tiefebene (Cadore).

Am 15. Juli 1303 verlieh König Albrecht I. der "Hofmark Innichen" das Marktrecht. Seit dem Hochmittelalter entrissen jedoch die Vögte (Grafen von Görz, Grafen von Tirol), die eigentlich zum Schutz der freisingischen Herrschaft bestimmt waren, die Macht an sich, so dass am Ende (im Jahre 1803) von der Hofmark Innichen nur mehr ein Teil der Ortschaft Innichen selbst übrig geblieben war.

Nach dem 1. Weltkrieg kam Innichen, obwohl im Londoner Vertrag nicht vorgesehen, zu Italien. Aus geopolitischer Sicht sollte nämlich die Grenze zwischen Italien und Österreich an der Wasserscheide bei Toblach gezogen werden.

Urlaub und Natur
Das heutige Innichen im Quellbereich des Flusses Drau ist heute ein Treffpunkt für Bergbegeisterte. Im Sommer ist das nahegelegene Haunoldköpfl eine vorzügliche Wanderumgebung, so der Innichberg, der sich für eine Höfewanderung durch Wälder und Wiesen anbietet. Immerhin die Hälfte des Innichner Gemeindegebietes sind von dichtem Nadelwald bedeckt.

In der schneereichen Jahreszeit ist Innichen ein Paradies für den anspruchsvollen Wintersportler. Der Hausberg Haunold ist Innichens erste Adresse für Pistenspaß. Rodeln ist hingegen im Innerfeldtal in Wildbach und ebenfalls am Haunold angesagt. Nach einer romantischen Pferdeschlittenfahrten durch die winterliche Landschaft bietet das Acquafun, das Innichner Erlebnisbad, die wärmende Entspannung.

Um die Schönheit der Landschaft geht es auch im “Dolomythos”. Das Museum zum Weltnaturerbe Dolomiten zeigt neben weiteren Attraktionen den Höhlenbären der Conturines, den Dolomitensaurier, die Pflanzen- und Bergwelt in den Dolomiten.

Das Schneeskulpturenfestival in Innichen und St. Vigil ist die Bühne für die eiskalte Kunst der internationalen Schneebildhauer. Gläserne 3×3 Meter große Riesenwürfel aus Schnee und Eis werden innerhalb von drei Tagen zu Figuren geschnitten und geschliffen.

Der Naturpark Drei Zinnen mit dem gleichnamigen, wohl bekanntesten Bergmassiv der Dolomiten, ist Teil der Gemeinde Innichen. Einige selten gewordene Arten von Raufußhühnern, darunter das Schneehuhn oder das Auerhuhn, sind in diesem Naturparkgebiet zu finden. Die blütenprächtigen Almwiesen imponieren durch alpine Orchideen-Arten, Glockenblumen, Krokusse, Dolomiten-Akelei und Edelweiss.

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