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Etappe 5: Meraner Höhenweg

St.Leonhard in Passeier
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Informationen zur Tour Etappe 5: Meraner Höhenweg

Tour Hauptmerkmale

  • Dauer
    7:30 h
  • Strecke
    18.2km
  • Höhenmeter
    940 hm
  • Höhenmeter
    640 hm
  • Max. Höhe
    1347 m
Von Matatz nach Hochmuth

Wegbeschreibung

In Matatz (1052 m) wird die Teerstraße wieder zum Weg. Allerdings dauert die Freude nicht allzu lange und man geht wieder über ein Asphaltband. Man braucht sich jedoch nicht zu grämen, denn heute wandert man über einen schönen Abschnitt des Meraner Höhenweges, mit angenehmen Wanderwegen und bis auf kürzerer Teerabschnitte bleibt es auch so. Gemütlich geht man zuerst noch eben und steigt dann bald schon ins wilde Kalbental ab. Der Weg ist auf kurzen Abschnitten mit Ketten, die als Handlauf dienen, gesichert. Es folgt ein kurzer Gegenanstieg, eine gemütliche Strecke durch den schattigen Wald und bald schon hat man das Berggasthaus Magdfeld (1150 m) erreicht. Zuerst noch über die Bergwiesen und dann durch den dichten Wald führt der Weg ins unscheinbare Schafflertal. Es folgt eine kurze Wegstrecke über lichtes Gelände, dann wandert man weiter durch den Wald zu einem Gehöft und weiter zum Saltauserbach den man überquert. Ein kurzer Anstieg auf der gegenüberliegenden Seite leitet zum Gasthaus Brunner (1100 m) bis kurz unterhalb des Weilers Gfeis, wo der Abstieg ins Spronsertal beginnt. Beim Gasthof Longfall (1075 m) wechselt man die Seite und beginnt mit dem Aufstieg zu den Muthöfen. Der auf Abschnitten etwas exponierte Weg ist im allerbesten Zustand. Einige Wegstrecken sind mit Ketten (Handlauf) gesichert. Weit oben verlässt man den Wald, um auf die Muthöfe zu treffen. Man wandert am Gasthaus Talbauer (1200 m) vorbei und über die Höfe-Zufahrtsstraße hinauf zum Hochmuther (1400 m).

Startpunkt

Matatz

Zielpunkt

Hochmuth

Besonderheiten

Nach einer geruhsamen, geräuschlosen Nacht hoch oben am Hang sieht der nächste Morgen wieder ganz anders aus. Vom Frühstück will ich nichts erzählen, denn es scheint mir überall gleich gut und zur Genüge auszufallen! Mit ein klein wenig Asphalt im Hinterkopf, ein Relikt des Vortages, mache ich mich auf den Weg. Auch heute liegt eine relativ lange Etappe vor mir. Die Wegstrecke von Matatz nach Hochmuth verläuft im steten Auf und Ab. Zudem, so erinnere ich mich ganz entfernt, wartet fast am Ende des Tages noch ein ordentlicher Aufstieg auf mich. Zuerst einmal wandere ich ganz zufrieden über einen schönen Weg. Es dauert nicht allzu lange und schon habe ich wieder ein Asphaltband unter den Sohlen. Missmutig trotte ich dahin. Doch bald schon wird meine Laune besser. Die Straße lässt mich los und ein angenehmer Wanderweg leitet über Wiesen und durch Wälder zum Abstieg hinunter ins Kalbental. Der Weg ist ein klein wenig exponiert, jedoch gut mit Ketten, die als Handgriffe dienen, gesichert. Vom sommerlichen Rummel weit unten am Eingang des Kalbentales, das ein „Geheimtipp“ unter den, an der Hitze leidenden „Stattlingern“ (Städtern) ist, merke ich hier heroben nichts. Ich setze mich auf einen Stein und schaue dem geschäftigen Wasser zu, bevor ich meine Flasche damit fülle. Der Kalbenbach entlässt mich und meine Reise geht bis auf kurze Abschnitte durch den Wald weiter bis zum kleinen Weiler Magdfeld. Wenigen Wanderern begegne ich auf diesem Abschnitt des Meraner Höhenweges. Ich freue mich, denn heute ist der Weg abwechslungsreich und bis auf kurze Strecken „asphaltlos“. Recht einsam und urig geht es dahin. Sinnierend steige ich einmal kurz auf und dann wieder ab, eine lange Wegstrecke, auf der ich kaum einmal einem Gehöft begegne, bringt mich in den Bergweiler Vernuer. Heute kriecht eine schmale Straße aus dem Passeiertal herauf zu den letzten Häusern. Sogar einen sogenannten „Citybus“ sehe ich geparkt an der dazugehörigen Haltestelle. In meiner Kindheit wurde der Weiler von einer abenteuerlichen, kleinen Bahn bedient, aber die gibt es schon lange nicht mehr. Ein wenig nostalgisch, zurückdenkend an die Familienausflüge und an die gute alte Zeit, die genaugenommen nicht immer so gut war wie ich sie in Erinnerung habe, erreiche ich den nächsten, winzigen Bergweiler Gfeis. Hier biegt der Höhenweg um die Ecke und der Abstieg ins Spronsertal beginnt. Eine Bank unter einem Baum zieht mich in ihren Bann. Gegenüber liegt die Tourismushochburg Schenna, darüber der Ifinger, der den Eingang ins Passeiertal dominiert und vor mir das Etschtal bis hinunter nach Bozen. Obwohl ich hier groß geworden bin, beeindruckt mich meine „Heimat“ immer wieder. Meine Heimat muss zwischen Anführungszeichen, denn ich weiß nicht immer so genau wo sie wirklich liegt …

Doch mit dem großartigen Panorama hat dies rein gar nichts zu tun! Der Abstieg ins Spronsertal zeigt sich wieder von einer ganz anderen Seite. Lichter Laub- und Nadelwald begleiten mich, bevor ich nach einem kurzweiligen Abstieg beim Longfallhof ende. Ein Gasthof, der ebenfalls zu meinen sonntäglichen Destinationen während meine Kindheit zählte. Wie ich sehe hat sich hier kaum etwas geändert …

So entscheide ich die Wanderung ohne Einkehr fortzusetzen. Auf der anderen Seite des Spronserbaches beginnt der Aufstieg zu den Muthöfen. Ein Schild weist mich darauf hin, dass es sich um einen exponierten Bergweg handelt. Man könnte die Reise entlang des Meraner Höhenweges auch abbrechen und hinauswandern durch das Tal bis zum Tiroler Kreuz, wo es eine Bushaltestelle gibt. Doch das fühlt sich an wie ein kleiner Betrug. Es ist kein Katzensprung hinauf zu den Muthöfen. Der Weg ist oft steil, aber breit genug und auch in gutem Zustand. Die exponierten Abschnitte sind mit Ketten, die als Handläufe dienen, gesichert. Aufmerksam steigen sollte man, denn der Tag war lang und neigt sich schon dem Ende zu. Der Wald entlässt mich ganz in der Nähe des Talbauer in eine offene, schier unbegrenzt erscheinende Welt. Die letzten Sonnenstrahlen streifen über die ruhige Landschaft, ich kann schon den Hochmuther sehen, den höchstgelegenen Hof und die Bergstation der Seilbahn. Leider hat die kürzlich gebaute Höfezufahrt den Wanderweg aufgefressen. Staub begleitet mich auf den letzten Höhenmetern und die Hoffnung, dass man vielleicht doch wieder einen Wanderweg anlegen wird. Verdient hätte er es, der Meraner Höhenweg. Lautlos schwebe ich mit der Bahn nach unten, zurück in eine Welt voller Hektik und Eile, der ich eine Woche lang entkommen war.

Parken

Öffentliche Verkehrsmittel

Anfahrt

Quelle

Meraner_hoehenweg_klein

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