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Etappe 4: Meraner Höhenweg

Moos in Passeier
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Informationen zur Tour Etappe 4: Meraner Höhenweg

Tour Hauptmerkmale

  • Dauer
    8:30 h
  • Strecke
    27.6km
  • Höhenmeter
    240 hm
  • Höhenmeter
    2050 hm
  • Max. Höhe
    2862 m
Von der Stettiner Hütte bis Matatz

Wegbeschreibung

Von der Stettiner Hütte (2875 m) steigt man recht gemütlich über viele Serpentinen entlang der alten Militärstraße zur Lazinser Alm (1859 m) ab. Es folgt ein wunderbarer Abschnitt im Talgrund, der über die offenen Almwiesen, vorbei am Lazinser Hof (1782 m) und dem Gasthof Zeppichl (1684 m) bis in die Ortschaft Pfelders (1624 m) führt. Am Ortseingang kann man den Weg um Pfelders herum oder durch die malerische Ortschaft hindurch wählen. Am Ortsausgang treffen sich die Wege wieder, man wandert auf der orographisch linken Bachseite weiter zum Klettergarten Bergkristall, wo man den Pfelderer Bach über eine eigens für den Höhenweg errichtete Holzbrücke überquert. Neben der Rodelbahn steigt man zum Weiler Innerhütt (1420 m) ab. Kurz nach Außerhütt verschwindet der Weg im Wald, man quert den Farmazonbach und erreicht schließlich den verschlafenen Weiler Ulfas (1370 m). Am Ortsende verwandelt sich der Meraner Höhenweg bis nach Matatz in den Nellinger Weg. Die Sektion Nelling des Deutschen Alpenvereins war maßgeblich am Bau dieses Abschnittes mitbeteiligt. In Christl (1036 m) hoch über St. Martin schlängelt sich der Weg um den Berg herum und folgt nun dem Osthang des Passeiertals bis in den Weiler Matatz (1052 m). Leider verläuft der Meraner Höhenweg auf diesem Abschnitt zu großen Teilen auf den geteerten Höfe-Zufahrtsstraßen.

Startpunkt

Stettiner Hütte

Zielpunkt

Matatz

Besonderheiten

Heute ist „Abwärtstag“. Mein Tag beginnt auf der Nordseite, genau zwischen der Texelgruppe und den Ötztaler Alpen, was wiederum nicht ganz richtig ist, denn genaugenommen gehört die Texelgruppe zu den Ötztaler Alpen. Auf alle Fälle stehe ich eingeklemmt zwischen der Hohen Weiße und der Hohen Wilde, die sich die Südtiroler mit den Tirolern teilen. Früh bin ich dran, denn der Meraner Höhenweg wird heute beim Weiler Christl hoch über St. Leonhard die Bergseite wechseln und am sonnigen Osthang des Passeiertales Richtung Meran verlaufen. Zuerst heißt es weit hinunter steigen in den Talboden von Lazins. Die alte Militärstraße schlängelt sich gemütlich abwärts und meint es gut mit dem Weitwanderer. In mäßiger Steigung, dafür aber etwas länger geht es entlang des beeindruckenden Bauwerkes hinunter zur Lazinser Alm. Finster ist es im Talgrund Richtung Pfelders, während mich schon die ersten Sonnenstrahlen begleiten. Der Weg führt von der Alm über die offenen Bergweiden vorbei am urigen Lazinser Hof bis in den Weiler Zeppichl kurz oberhalb von Pfelders. Obwohl es dort eigentlich nur Gasthöfe gibt und eine kleine Käserei, ist der „Buckl“ auf dem Zeppichl liegt mit seinen schmucken, kleinen Häusern von einer seltenen Lieblichkeit, die versucht, mich für den Rest des Tages festzuhalten. Obwohl ich schon weit abgestiegen bin, lasse ich mich nicht verführen. Dunkel taucht in meiner Erinnerung der zweite Teil des heutigen Tages auf und lässt mich schnellen Schrittes nach Pfelders weitergehen. Ich wähle den Weg durch die Miniatur-Ortschaft, die autofrei ist: Pfelders, früher ein kleines Bergbauerndorf, eingerahmt von Steilhängen über die im Winter die Lawinen zu Tal donnern, ist schon vor langer Zeit aus dem Dornröschenschlaf erwacht und hat sich in ein wunderbares, ruhiges Bergdorf verwandelt. Wiederum bin ich versucht zu verweilen …

Versonnen wandle ich neben dem Bach entlang nach Außerhütt. Bald verschwindet der Weg im Wald und im steten Auf und Ab geht es weiter nach Ulfas. Die Markierungsnummer 24 macht sich etwas rar, da und dort muss man ein klein wenig den Orientierungssinn in Anspruch nehmen. Durch den Wald und über offenes Gelände streife ich Richtung Weiler Christl. Langsam löst ein Asphaltband die Wege und Forststraßen ab und bald schon hält es mich in seinem fürchterlichen Würgegriff. Ich habe die Ostseite des Höhenweges erreicht, die Sonne hat recht fleißig das Teerband aufgeheizt und die Füße beschweren sich ebenfalls. Mir scheint so, als ob auf diesem Abschnitt der Meraner Höhenweg zum Waisenkind verkommen ist …

Früher verlief der Weg entlang von Steigen und Naturstraßen; dann wurden nach und nach die Höfezufahrten gebaut. Die Asphaltstraßen haben auf großen Teilen den Höhenweg verschlungen und niemand hat sich die Mühe gemacht den Weg neu zu trassieren. Die Mühe endet schon bei den Markierungen; die 24 ist oft zur Gänze verschwunden, zum Glück gibt es immer wieder ein paar hingemalte rot-weiße Farbflecken, zwischendurch auch ein Schild. Ich muss zugeben, dass ich froh bin endlich den Weiler Matatz zu erreichen. Meine gemütliche Unterkunft und der freie Nachmittag geben sich redlich Mühe, um mich das Asphaltmonster vergessen zu lassen!

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Meraner_hoehenweg_klein

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