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Etappe 2: Meraner Höhenweg

Partschins
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Informationen zur Tour Etappe 2: Meraner Höhenweg

Tour Hauptmerkmale

  • Dauer
    5:15 h
  • Strecke
    14.8km
  • Höhenmeter
    230 hm
  • Höhenmeter
    570 hm
  • Max. Höhe
    1567 m
Von Giggelberg nach Katharinaberg

Wegbeschreibung

Von Giggelberg (1565 m) streift man gemütlich durch schattige Wälder und über offene Hänge und erreicht ohne viel Mühe das Gehöft Hochforch (1555 m). Hier beginnt der Einstieg in die Schlüsselstelle des heutigen Tages. Bald schon erreicht man die 1000-Stufen-Schlucht und durchwandert Taleinschnitte und Rinnen, die zum Teil mit Treppen, Leitern und Sicherungen versehen sind. Auf diesem Abschnitt ist etwas Vorsicht geboten, ruhig und gleichmäßig sollte der Schritt sein. Schließlich steigt man auf lieblichen Bergwiesen aus und schlendert gemütlich hinüber zum Pirchhof (1445 m), der sich auch für eine kurze Einkehr anbietet, denn das Ziel ist noch weit entfernt. Vorbei an den urigen Bergbauernhöfen Gruber und Galmeinhof bis nach Innerforch (1470 m). Unterhalb des Weges zeigt sich die Aussichtsplattform von Unterstell, der Höhenweg schlängelt sich hoch oben weiter bis zum Linthof (1464 m) und hinein ins Schnalstal. Weit unten zeigt sich Schloss Juval. Gemütlich folgt der Weg den steilen Wiesen, vorbei am Hof Innerunterstell und Kopfron bis nach Unterperfl (1417 m). Schon zeigen sich die Ortschaften Karthaus und Katharinaberg (1245 m). Wer in Katharinaberg nächtigt, der kann an der ersten Weggabelung nach dem Gehöft Unterperfl direkt nach Katharinaberg (Beschilderung) absteigen, wer den urigen Montferthof (1471 m) als Tagesziel gewählt hat, der folgt noch ein Stück dem Höhenweg.

Startpunkt

Giggelberg

Zielpunkt

Katharinaberg

Besonderheiten

Nach einer geruhsamen Nacht in absoluter Stille wird mir ein reichhaltiges Südtiroler Frühstück aufgetischt. Dem Frühstück wird bei uns in Südtirol in den Werbebroschüren ein ganz besonderer Platz eingeräumt: Das „schönste, das beste, das üppigste Frühstück im ganzen Land“; ein Heiligtum sozusagen. Im Grunde genommen kann niemand mit einem Südtiroler Frühstück punkten, denn besser und mehr gibt es nirgendwo. Punkten kann man aber mit dem Sonnenaufgang, der mich heute am Morgen überrascht hat, als ich vor dem Frühstück durch die morgendliche Landschaft streifte. Die Sonne schob sich hinter dem Ifinger mit einer Urgewalt hervor, die ohne Vorwarnung die Texelgruppe in gleißendes Licht tauchte, während unten im Tal immer noch die Finsternis herrschte. Gebannt hielt ich inne und genoss das Spektakel, das in einer unheimlichen Stille vor sich ging, in meinem Geiste aber einen rasenden Ablauf von Bildern in Bewegung setzte. Als alles vorbei war und die Landschaft in Licht getaucht war, befand ich mich im Einklang mit mir selbst …

Vom Giggelberg führt der Weg geruhsam durch den schattigen Wald. Noch hat sich die Landschaft nicht verändert. Die Natur ist üppig, das Unterholz dicht, überall gibt es Wasser. Bald wird sich der Vinschger Sonnenberg breitmachen. Eine Steppenlandschaft mit einer ganz eigenen, einzigartigen Artenvielfalt mitten in Südtirol.

Heute begegne ich das erste Mal einer kleinen Unstimmigkeit, die dem Höhenweg zueigen ist. Immer wieder wird der Wanderweg von einem Asphaltband aufgefressen. Die geteerten Höfezufahrten haben die Bauern am Hang gehalten und zugleich eine Kulturlandschaft erhalten, die man in anderen Alpenländern nicht mehr finden kann. „Gelobt sei die Teerstraße und vergib uns unsere Sünden …“

Richtung Hochforch macht sich langsam der Sonnenberg breit. Hoch oben am Hang und entlang der steilen, frisch gemähten Wiesen führt der Höhenweg Richtung 1000-Stufen-Schlucht. Ich habe die Stufen einmal gezählt; es sind nur 987. Der breite Graben mit seinen zwei Wasserfällen, der von der Kirchbachspitze herunterzieht, ist für viele Wanderer eine wahre Schlüsselstelle. Man muss weit hinuntersteigen in den Bachgrund und auf der anderen Seite mühselig wieder hinauf. Der Pirchhof am anderen Ende der Schlucht klebt wunderbar altehrwürdig am Hang. Dort kann man nach dem Aufstieg gut eine Rast einlegen. Auf der Terrasse sitzen, weit hinein in den Vinschgau schauen und eine der besten Mahlzeiten in der Gegend einnehmen. Gepunktet wird allerdings auch mit dem schön renovierten, verschachteltem Gehöft und dem Blick auf die Eisriesen der Ortlergruppe. 

Im steten Auf und Ab über offenes Wiesengelände – den Autolärm im Vinschgau kann man nur erahnen – nähert man sich Unterstell. Ebenfalls ein guter Einstieg in den Höhenweg, den man mit der Untersteller Bahn erreicht. Der Weg schlängelt sich oben am Hang entlang, auf die neue Untersteller-Aussichtsplattform kann man hinunterschauen. Bald schon biegt man ins Schnalstal ein. Die Landschaft verändert sich wieder, man verlässt den Sonnenberg und quert steile, üppige Bergwiesen und wandert durch schattige Wälder. Weit unten kann man Schloss Juval, das Domizil des 8000er-Königs Reinhold Messner sehen. Eine Laune des Berges nur, aber heute ist man ist auf alle Fälle weiter oben als der Ausnahmebergsteiger, Philosoph und Bergbauer, wie er sich selbst gerne nennt. Nun dauert es nicht mehr lange und die zweite Etappe ist Vergangenheit. Man übernachtet in Katharinaberg. Ein kurzer Abstieg bringt den Wanderer hinunter in die Ortschaft. Oder man bleibt oben auf dem Weg und geht kurz weiter zum Bergbauernhof Montfert, um dort Quartier zu nehmen.

Parken

Talstation Texelbahn, Zielstraße, Rabland
Ganztägig, auf den eingezeichneten Parkplätzen. Parken von Wohnmobilen nur von 7.00 - 19.00 Uhr erlaubt.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Vinschger Bahn bis Rabland und der Buslinie 265 zur Talstation der Texelbahn.

Anfahrt

Durch den Vinschgau bis Rabland bzw. Partschins und hoch zur Talstation der Texelbahn.

Quelle

Meraner_hoehenweg_klein

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  • Kondition

  • Technik

  • Erlebnis

  • Landschaft

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