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Die Spronser-Seen-Runde (Variante 1. Etappe Meraner Höhenweg)

Algund
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Informationen zur Tour Die Spronser-Seen-Runde (Variante 1. Etappe Meraner Höhenweg)

Tour Hauptmerkmale

  • Dauer
    6:45 h
  • Strecke
    15.1km
  • Höhenmeter
    1000 hm
  • Höhenmeter
    1130 hm
  • Max. Höhe
    2478 m
Sehr lange und anstrengende Bergtour, die weit hinauf ins Hochgebirge führt und die absolute Trittsicherheit, Bergerfahrung sowie beste Kondition voraussetzt. Eine stabile Wetterlage ist ebenfalls ein Muss. Eine Übernachtung auf dem Hochganghaus ist eine gute Alternative, um die Tour zu verkürzen.

Wegbeschreibung

Von der Bergstation des Korbliftes geht man kurz hinauf zur Leiteralm, 1525 m, und folgt dort der Beschilderung zum Hochganghaus, 1836 m (Weg Nr. 24). Dort beginnt der Aufstieg zur Hochgangscharte, 2444 m (Weg Nr. 7). Anfangs steigt man noch gemütlich aufwärts, aber bald schon wird der Weg steiler und besonders im oberen Abschnitt ist große Vorsicht geboten. Ein schmaler, exponierter Steig führt über Serpentinen in die Scharte. Zum Teil erleichtern Ketten und Stahlseile den Aufstieg, trotzdem ist hier absolute Trittsicherheit Voraussetzung! Von der Hochgangscharte hat man die Möglichkeit über einen relativ einfachen Weg die Rötelspitze, 2628 m, zu besteigen (in der Scharte rechts weiter, Markierung Nr. 5, ca. 200 Hm Aufstieg, Abstieg über denselben Weg, hin und zurück mindestens 1 ½ Stunden zusätzlich einplanen). Ansonsten steigt man durch die Blocklandschaft zum Langsee ab (Weg Nr. 7). Kurz vor dem See trifft man dann auf den Weg Nr. 22, der am orographisch linken Seeufer entlang zum Grünsee, 2342 m, und nach der Schleuse steil abwärts zur Oberkaser, 2134 m, führt. Bei der ersten Wegverzweigung nach der Oberkaser hält man sich rechts (Weg Nr. 22) und wandert vorbei an Kaser- und Pfitscherlacke in langer Querung zum Mutkopf, 1664 m (bei den Weggabelungen der Beschilderung folgen und immer auf dem Weg Nr. 22 bleiben). Von dort (der Weg ist beschildert) steigt man dann zur Bergstation der Seilbahn Hochmuth, 1362 m, ab.

Startpunkt

Leiteralm

Zielpunkt

Bergstation der Seilbahn Hochmuth

Besonderheiten

Die wohl schönste Bergseengruppe Südtirols liegt so hoch, dass sich oft lange in die heißen Sommermonate hinein Schneeflecken am Ufer der Gewässer halten. Zudem ist die sogenannte Spronser Seenplatte, im östlichen Teil der Texelgruppe gelegen, die größte hochalpine Gewässerplatte Südtirols. Zehn Seen nehmen eine Gesamtfläche von ca. 30 Hektar ein, wobei zur Seenplatte ganz offiziell nur die Kaser- und Pfitscher Lacke, die Mückenlacke, Grünsee, Langsee, Schwarzsee, Schiefer- und Kesselsee zählen. Die Becken, die vom Wasser der Seen gefüllt werden, wurden auf verhältnismäßig begrenztem Raum und in Höhenlagen zwischen 2117 und 2598 m von Gletschern aus dem Gestein geschliffen. Das größte Gewässer mit einem Kilometer Länge und bis zu 300 Metern Breite ist der Langsee, während die Mückenlacke der kleinste See ist. Die Texelgruppe, aber besonders die Spronser Seen, sind trotz der Nähe zur Kurstadt Meran eine fast urzeitlich anmutende und weltabgeschiedene Landschaft. Das Spronser Joch, oberhalb der Seen gelegen, ist ein uralter Übergang, der bereits in der Steinzeit genutzt wurde. Bei der Oberkaser, in der Nähe der Kaser- und der Pfitscher Lacke, wurden nachweislich vor ca. 3000 Jahren Brandopfer dargebracht. Für unsere Vorfahren schienen die Kontakte zu den höheren Mächten wohl notwendig, um neben der konkret greifbaren Welt, die der Einzelne selbst beeinflussen konnte, auch die unergründbaren Geheimnisse des menschlichen Daseins günstig zu beeinflussen und in die richtigen Bahnen zu lenken. So waren Opferhandlungen immer schon Bestandteile von Ritualen, die man im Umgang mit höheren Mächten pflegte. Prähistorische Brandopferplätze sind Naturheiligtümer, die in unterschiedlichen topographischen Lagen immer unter offenem Himmel liegen, verschieden groß sind und unterschiedlich lange genutzt wurden. Brandopfer sind uralte Rituale, um mit höheren Mächten zu kommunizieren und die irdische mit der himmlischen Welt zu verbinden. Dem Brandopfer liegt die Vorstellung zugrunde, dass das Feuer das Opfer reinigt und dieses dann in reiner Substanz in eine höhere Sphäre übergeht. Brandopferplätze zeichnen sich durch die Anhäufungen von verbrannten Knochen der Opfertiere aus. Man hatte nämlich den höheren Mächten die fleischarmen Stücke zugedacht, während die fleischreichen von der Gemeinschaft in einem Kultmahl verzehrt wurden.

Parken

Bahnhof in Meran (großer Parkplatz)

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Bahn nach Algund und mit dem Sessellift nach Vellau.

Anfahrt

Ausgangspunkt ist die Leiteralm oberhalb von Algund bei Meran. Da diese Tour nicht am Ausgangspunkt endet, fährt man am einfachsten mit dem Linienbus vom Bahnhof in Meran (großer Parkplatz) direkt nach Vellau und von dort mit dem Korblift zur Leiteralm. Am Ende der Tour fährt man dann mit der Seilbahn Hochmuth hinunter nach Tirol und von der Talstation mit dem Linienbus zurück zum Bahnhof.

Quelle

Meraner_hoehenweg_klein

Bewertung der Redaktion

  • Kondition

  • Technik

  • Erlebnis

  • Landschaft

Copyright

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