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30 Auf die Cima Valdritta

Alto Garda
mittel
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Informationen zur Tour 30 Auf die Cima Valdritta

Tour Hauptmerkmale

  • Dauer
    5:30 h
  • Strecke
    10.3km
  • Höhenmeter
    910 hm
  • Höhenmeter
    910 hm
  • Max. Höhe
    2200 m
Seine Schauseite, dem Wasser zugewandt, kennt jeder Gardasee- Reisende: eine geschlossene Front, das Ostufer des Benacus von Torbole bis Garda begleitend. Doch seine Rückseite? Die erleben am ehesten Radler, auf der »Strada Graziani« unterwegs, zwischen dem Riesengraben des Val Lagarina und den Gipfeln. Warum dem Monte Baldo nicht einmal »von hinten« aufs Haupt steigen? In 2 ½ Std. ist man am Grat, geht der Vorhang auf, schaut man zwei Kilometer weit hinab auf 370 Quadratkilometer Wasserfläche. Wow! Manchmal liegt allerdings ein weißer Teppich über dem See. Nebel, scheinbar zum Meer geronnen, der von Süden in die Alpen vordringt, Täler und Dörfer in tristes Grau hüllt und aufs Gemüt drückt. Hochstimmung herrscht natürlich über den Wolken, da hebt man fast ab vor dem Tausend-Gipfel-Panorama. Im Süden, ganz fern, zeigen sich die flachen Höhenrücken des Apennins, genau westlich steht ein siebenzackiger Bergriese, ganz in weiß, sich deutlich gegen das Blau des Himmels abhebend: der Monte Rosa. Viel Weiß auch im Norden, am Alpenhauptkamm. Tausend Meter hoch reichte vor Jahrtausenden nicht der Nebel, sondern das Eis, jenes des mächtigen Etschgletschers. Eis lag auch in den westseitigen Karen, nicht aber am Hauptkamm des Monte Baldo. Hier konnten anpas sungs fähige Pflanzen aus dem (verhältnismäßig warmen) Tertiär überleben. Deshalb entdeckt man zwischen dem Altissimo di Nago und dem Telégrafo zahlreiche Endemiten, wie die Monte-Baldo-Segge (Carex baldensis) oder Kerners Schmuckblume (Callianthemum kerneranum).

Wegbeschreibung

Von der Wiesensenke folgt man zunächst der »Strada Graziani« etwa einen Kilometer weit bis zur Abzweigung des »Sentiero Bovi« (ca. 1560 m). Mit etwas Glück kann man hier direkt an der Straße eine Parkmöglichkeit finden und spart sich so den Asphalthatscher. Der Wanderweg steigt an dem licht bewaldeten Hang diagonal an. Nach etwa ¼ Std. biegt man rechts in den mit 66 bezeichneten Pfad ein (Hinweis »Valdritta«), der sich in vielen kurzen Kehren über den steilen Hang hinaufschraubt. Der Wald bleibt bald einmal zurück, Latschendickicht folgt, dann wird das Grün spärlicher, Geröll und Felsen werden dafür mehr. Am östlichen Horizont tauchen immer mehr Bergketten der Vicentiner Voralpen auf. Knapp unterhalb des Monte-Baldo-Kamms stößt man auf den breiten ehemaligen Kriegsweg; er läuft um die Cima Vallarga (2205 m) herum und senkt sich dann kurz in die Scharte vor der Cima Valdritta. Wenig oberhalb der Bocca di Valdritta (2107 m) zweigt links der Gipfelweg ab. Teilweise aus dem Felsen gesprengt steigt er hinauf zum höchsten Punkt des Monte Baldo (2218 m). Der war im Ersten Weltkrieg befestigt, wie zahlreiche Kavernen und Stollenlöcher verdeutlichen. Grandios das Panorama, Seeblick natürlich inklusive. Bei schönem Wetter wird man nicht über den gleichen Weg absteigen, sondern die Höhenwanderung zum Rifugio Telégrafo anhängen, dabei auch gleich die Punta Telégrafo (2194 m) überschreiten (Hinweisschild an der Abzweigung). Der Monte Maggiore, wie der Berg auch heißt, bietet – im Gegensatz zur Cima Valdritta – freie Sicht nach Süden, weit hinaus ins flache Land. Er wurde bereits 1551 von dem Veroneser Apotheker Francesco Calzolari bestiegen, der später eine ausführliche Beschreibung unter dem Titel »Il viaggio di Monte Baldo« verfasste – mit naturwissenschaftlichem Anspruch, für das 16. Jahrhundert geradezu revolutionär. Der Rückweg führt von der Hütte zunächst wieder auf die Ostseite des Kamms, hier über ein paar kurze Kehren abwärts und links zu einer Verzweigung. Man verlässt den Höhenweg und folgt dem mit 652 markierten »Sentiero Bovi« talwärts. Er umgeht einen Felsriegel rechts und läuft dann bei moderatem Gefälle bergab zur »Strada Graziani«.

Startpunkt

die Wiesensenke Cavallo di Novezza (1431 m) an der »Strada Graziani«

Zielpunkt

die Wiesensenke Cavallo di Novezza (1431 m) an der »Strada Graziani«

Parken

Ganz wenige Parkplätze am Ausgangspunkt des »Sentiero Bovi«

Öffentliche Verkehrsmittel

Anfahrt

Von der Brenner-Autobahn (Ausfahrt »Rovereto Nord – Gardasee Sud«) nach Mori, dann via Brentonico hinauf nach San Valentino. Weiter auf der »Strada Graziani « via Bocca di Navene zum Sattel Cavallo di Novezza (1431 m).

Bewertung der Redaktion

  • Kondition

  • Technik

  • Erlebnis

  • Landschaft

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Die schönsten Wanderungen: Gardasee Monte Baldo - Monti di Ledro - Parco Regionale Alto Garda Bresciano

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