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Alta Badia - Gadertal

Eines der fünf ladinischen Täler in den Dolomiten.

Das Gadertal - vom Grödnerjoch und vom Campolongo-Pass zieht es in nördliche Richtung hinaus bis in das Pustertal. Es gliedert sich in mehrere Abschnitte. Zum unteren Gadertal gehört die Gemeinde Enneberg (Mareo), zum mittleren Teil die Gemeinde St. Martin in Thurn (San Martin de Tor) und Wengen (La Valle). Das Hochabteital, besser bekannt als Alta Badia, wird zu den Gemeinden Abtei (Alta Badia), Kurfar (Corvara) zugeordnet.

Der Blick gleitet von den weichen Hügeln der Hochalmen über das harmonische Farbspiel von Wald, Äckern und Weiden hinunter zu breiten Talwiesen. Und trifft dort auf ein dreisprachig beschriftetes Ortsschild. Deutsch, Italienisch, Ladinisch. Die urtümliche Sprache und Kultur der Ladiner, des ältesten rätoromanischen Volkes im Alpenraum, hat sich im einst so abgeschiedenen Gadertal bis heute erhalten.

Auch die charakteristischen, an den steilen Sonnenhängen klebenden Weiler weisen eine rätoromanische Bauweise auf. Die Paarhöfe in Gadertal - Alta Badia bestehen aus einem Unterstock aus Stein, dem ein weiterer aus Holz aufgesetzt ist. Kunstvolle Schnitzereien zieren Balkone und Gebälk. Fresken schmücken die Mauern. Eschengesäumte Wege verbinden die Höfe, im Ladinischen „Viles“ genannt. Dichte Fichten- und Lärchenwälder sind dem idyllischen Bild ein passender Rahmen.

In weiten Kurven bahnt sich die Gadertaler Straße ihren Weg zwischen zwei Naturparks hindurch. Die rechte Talseite hat Anschluss an das Schutzgebiet Puez-Geisler mit seinen sanft gewellten Almwiesen vor bizarr zerklüfteten Bergen. Seidelblast, Steinröschen und Schneeheide zieren auch die gegenüberliegende Talflanke im Naturpark Fanes-Sennes-Prags. Chaotisch aufgetürmte Gipfel und eine Trümmerwelt zerborstener Felsbrocken bieten dem Betrachter ein dramatisches Bild.

Von St. Martin her grüßt das Schloss Thurn, dessen Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Das Museum „Ciastel de Tor“ im Burginneren veranschaulicht Sprache, Kultur und Geschichte der Bevölkerung des Gadertals.Von hier zwängt sich eine Bergstraße ins Mühlental. Ächzend und klappernd erwecken hier alte Mühlen die einstige Alltagskultur und Arbeitswelt der Bauern wieder zum Leben. Wasserrinnen, Sperren, Mühlräder und Schleusen leiten das Wasser des Seres-Baches weiter.

Unbestrittenes touristisches Zentrum bildet jedoch Corvara im Talschluss von Gadertal - Alta Badia. Nicht nur im Sommer herrscht hier pulsierendes Leben. 130 km bestens präparierte Pisten und die hier vorbeiführende „Sella Ronda“ sprechen für sich.

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