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Algund

Leben im Park

Vom sanften Grün der Obstbäume zieht sich Algund den Hang hinauf zum frischen Grün der Weiden, weiter zum saftigen Grün der höher gelegenen Almböden bis ins dunkle Grün der Wälder. Algund im Meraner Land ist Grün. Das Südtiroler Gartendorf.

Und dieses Grün lässt sich am besten erwandern oder mit dem Fahrrad durchstreifen. Die Gemeinde Algund weist circa 160 km Wanderwege auf, vom bequemen Waalweg entlang historischer Bewässerungsanlagen bis zu radikal steilen Anstiegen hoch oben in der Texelgruppe. Radfahrern ist die Via Claudia Augusta ein Begriff, eine der beliebtesten Radrouten über die Alpen. Diese Via führt schnurstracks durch Algund und macht diesen sonnigen Ort zu einem idealen Ausgangspunkt vieler Radtouren.

Die Geschichte der Ortschaft ist eng mit eben diesem alten Römerweg verbunden. Es wurden zwar Schalensteine und Menhire aus der Zeit der Melauner Kultur entdeckt, die eigentliche Geschichte beginnt aber mit der Errichtung der Via Claudia Augusta durch die römischen Kaiser von Augustus bis Claudius. Die Römerstraße überquerte bei Algund die Etsch. Reste der Brückenpfeiler sind noch erhalten.

Die Via Claudia Augusta war jahrhundertelang von großer Bedeutung; der überregionale Handel sorgte für einen gewissen Wohlstand. Aus dem Jahre 1000 stammt eine Urkunde über die Schenkung des Mairhofes, die Ortschaft wird darin „Alagumma“ genannt.
Im Mittelalter ließen die Grafen von Tirol bei der Töll, einer Talenge oberhalb des Ortes, eine Zollstation errichten.

Schon damals begünstigte das ausgesprochen milde Klima den Obst- und Weinanbau, damit entstanden auch beachtliche Bauernhäuser und Anwesen die noch heute die verschiedenen Ortsteile prägen. Besonders erwähnenswert: die Gründung des Klosters Maria Steinach im Jahre 1243 durch Adelheid von Tirol.

Heute ist Algund eine florierende Gemeinde mit Ortsteilen auf unterschiedlicher Seehöhe. So liegen die Fraktionen Dorf und Mühlbach in Tallage am Fuß der Texelgruppe, während sich Mitter- und Oberplars bereits die mit Reben bestandenen Hänge hochziehen. Als perfekter Aussichtsbalkon erweist sich der Ortsteil Vellau auf beinahe 1000 Metern Seehöhe. Ein Sessellift führt von Algund herauf, und wer mag kann gleich umsteigen in einen alten, aber zuverlässigen Korblift der einen in gemächlichem Tempo weiter hoch zur Leiteralm auf 1450 Metern bringt. Dies ist übrigens der Ausgangspunkt zahlreicher Wanderungen. Besonders bekannt dürfte der Meraner Höhenweg sein, welcher in mehreren Etappen um die gesamte Texelgruppe führt.

Eigentlich ein Kuriosum ist die Fraktion Aschbach, liegt sie doch unterhalb des Vigiljochs auf dem nordseitigen Hang des Nörderberges. Algund besitzt damit sozusagen eine Exklave im unteren Vinschgau. Jedenfalls ist Aschbach ein idyllisch gelegener Weiler bäuerlicher Prägung hoch oben am Berg auf über 1200 Metern; nur eine schmale Straße und eine Seilbahn führen hinauf.

Nicht unerwähnt bleiben sollte der Ortsteil Forst auf der Talseite gegenüber Algund Dorf, ist er doch der Stammsitz einer bekannten Brauerei. Hier lässt sich im Vorbeiziehen Südtiroler Bier verkosten. Und mancher Radler freut sich über einen "Radler". 

So vielfältig der Ort, so vielfältig das Angebot. Vom Wandertag mit Extrembergsteiger Hans Kammerlander über das Musikfestival bis hin zum Oldtimertreffen gibt es reichlich Gelegenheit zu Bewegung Bildung und Spaß. 

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