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Aldein

All dein

Das Bergdorf Aldein auf seiner grünen Terrasse hebt sich der bereits südlich wärmenden Sonne entgegen, lässt sich umspielen vom Regglberger Wind. Von der Kraft der Elemente so umsorgt und von den mächtigen Kegeln des Weiß- und Schwarzhorns stets bewacht, braucht sich Aldein nicht zu fürchten. Obwohl es nahe am Abgrund liegt.

Eine tiefe Schlucht hat sich in die Bergwelt gegraben. Wie gebrochen wirken die Hänge, fallen ab zu einem imposanten Canyon. So scheinbar harmlos fließt der Namensgeber dieser Schlucht, der Bletterbach, mitten hindurch. Sanft fließend, leise rauschend. Und doch ist es ihm gelungen, im Laufe von tausenden von Jahren, Schutt und Felsbrocken, Erdmassen und Gestein nach und nach abzutragen und ein beeindruckendes Landschaftsbild zu formen. Rostbraune, kalkweiße, lehmrote Furchen ziehen sich die Hänge entlang. Der GEOPARC Bletterbach – ein Zeitfenster zur Erdgeschichte. Ein Ausdruck von Urkraft der Natur mitten im unberührten Landschaftsbild und deshalb UNESCO-Weltnaturerbe.

Denn überall eifern mit Bergblumen bespickte Wiesen, harzig dunkle Wälder, Äcker und Almen um die Gunst des Betrachters. Darin betten sich, wie kleine Fürstentümer, die stattlichen Einzelhöfe. Rund 150 Kilometer an Wanderwegen durchziehen das Gebiet und wollen erwandert werden. Sie locken Radfahrer und Wanderer, gerade so als wollten sie verkünden: all diese natürliche Pracht – all dein.

Im stillen olivenen Grün liegt der Göllersee, umrahmt von dunklen Bäumen. Wasser war schon immer ein bedeutendes Element für die Dorfbewohner. Bis zum Jahre 1958/59, bis zum Bau der neuen Straße, war Aldein nur auf einem gefährlichen Karrenweg erreichbar. Aldein war Abseits gelegen. Die Bauern mussten sich selbst versorgen. Dabei stellte der Getreideanbau die wichtigste Lebensgrundlage dar, wovon urige Mühlen auch heute noch künden. Räder rattern, Wasser wallt, ein Raunen und Munkeln. Mühlen erzählen. So wie auch das Aldeiner Dorfmuseum.

Anhand von sakralen Kunstwerken der Barock- und Rokokozeit, erzählt es von Wallfahrt und Heiligenverehrung. Bäuerliche und fromme Kunst. Abgeschiedenheit und Festhalten an Brauchtum und Religion. Hier prägte nicht nur der Mensch das Land, sondern auch das Land den Menschen.

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