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Ahrntal

Von der Klampf bis zur Klemme

Die Gemeinde Ahrntal in der region Tauferer Ahrntal zweigt hinter Sand in Taufers nach Nordosten ab. Am Eingang zieht sich das Tal zusammen, zu beiden Seiten der schmalen Klampf ragen bewaldete Berghänge auf. Dann weitet sich die Talebene, auf sanftem Wiesengrund stehen verstreute Bergdörfe. Im Gemeindeschluss liegt St. Peter, bei der Klemme rücken die Bergwände plötzlich wieder ganz nah zusammen.

In zahlreichen Kurven windet sich das Ahrntal durch die Landschaft, immer wieder muss es mächtigen Felsmassiven ausweichen: über 80 Dreitausender blicken in den Talboden. Manche tragen ganzjährig eine weiße Haube auf ihrem kahlen Haupt. Das Gemeindegebiet umfasst die Fraktionen Luttach, Steinhaus, St. Jakob, St. Johann, St. Peter und Weißenbach. Ringsum steht dichter Nadelwald, stellenweise öffnet er sich, hier genießen gemütliche Wiederkäuer das frische Gras. Im Ahrntal gibt es über 50 bewirtschaftete Almen. Viele Bauern leben von der Landwirtschaft, heute kommt als Einnahmequelle der Fremdenverkehr dazu. Seit Mitte des 19. Jh. hat das Ahrntal als Urlaubsort stetig an Beliebtheit gewonnen, damals wurden die ersten Hotels errichtet. Die Wanderwege wurden ausgebaut und Bergführer ausgebildet, in alpinen Lagen standen nun Schutzhütten als Unterkunftsmöglichkeit für die Wanderer.

Stollengeschichten
Eine weitere wichtige Einnahmequelle für die Bewohner des Ahrntals war früher der Bergbau: Auf der Suche nach Erz schürfte man tiefe Stollen in die Berge. Das Ahrntaler Kupfer war weithin für seine hohe Qualität bekannt und brachte der Gemeinde Wohlstand. Im Hauptort Steinach befand sich der Stapelplatz für die geförderten Kupfererze, daran erinnert die altertümliche Häusergruppe um die Pfarrkirche.  Im wuchtigen Bau des sogenannten Kornkastens wurde früher das Getreide für die Bergleute aufbewahrt. Das ehemalige Lebensmitteldepot beherbergt seit dem Jahr 2.000 ein Bergbaumuseum. Im Zentrum der Ausstellung steht die Sammlung der Familie Enzenberg: wertvolle Holzmodelle, historische Grubenkarten, Dokumente, Fundstücke aus dem Bergwerk und multimediale Aufarbeitung ermöglichen einen Einblick in den Alltag der Bergwerksleute.

Das Ahrntal ist ein beliebtes Wandergebiet. Ob auf angenehmen Spazierwegen in der grünen Talsohle oder auf felsigen Pfaden in der teils unberührten Bergwelt - hier kommt jeder Naturfreund auf seine Kosten. Der Naturpark Rieserferner-Ahrn beeindruckt durch seine Unberührtheit; seinen Namen verdankt er der beeindruckenden Rieserfernergruppe. Ausflugsziele können die umliegenden Almen oder Bergseen sein, auf den Gipfeln präsentiert sich dem Bergsteiger ein spektakuläres Panorama. Im Winter freuen sich Sportler auf Ski- und Langlaufabenteuer. Eine Kabinenbahn fährt auf den Klausberg, Skibusse verkehren zwischen den Gemeinden und dem Speikboden.

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