Blick über Wolkenstein und Sella Gruppe in Gröden

Wolkenstein in Gröden

Hoch. Höher. Wolkenstein. Am Talschluss von Gröden, umgeben von zackigen Gipfeln der Dolomiten, bettet sich die Gemeinde Wolkenstein in ihr idyllisches Nest. Imposant thront die Sella Gruppe über dem bekannten Ferienort.

Langkofel, Puezgruppe und Sellastock bilden einen spektakulären Rahmen um das zu ihren Füßen liegende Bergdorf Wolkenstein in Gröden. Auf 1563 m liegt es als einer der drei Hauptorte im Grödnertal; das Gemeindegebiet umfasst mit dem Naturpark Puez Geisler die Berge Stevia, Chedul und die Tschierspitzen; südlich davon ragt die Westflanke der Sellagruppe empor. Außerdem zählen der Rücken von Langkofel und Plattkofel, sowie die nordwestlichen Passbereiche am Grödnerjoch und am Sellajoch zum Gemeindegebiet von Wolkenstein in Gröden.

Nicht nur besondere Bräuche, eine eigene Kultur und etwas andere Traditionen prägen Wolkenstein und das Grödnertal; nein, hier wird auch eine andere Sprache gesprochen. Untereinander sprechen die Bewohner von Wolkenstein meist Ladinisch. Nur 10% der ca. 2700 Einwohner erklären sich der deutschen oder der italienischen Sprachgruppe zugehörig. So bleibt die rätoromanische Alpensprache bis heute erhalten, obwohl sie schon im 6. Jahrhundert aus weiten Teilen des Landes verdrängt wurde. Einstmals bedroht von nationalistischen Bewegungen ist die sprachliche und kulturelle Minderheit heute anerkannt und geschützt.

Ein historischer Blickfang ist die an die Wand der Stevia gebaute Ruine Wolkenstein. Nur noch die Talmauer der scheinbar an die Felswand geklebte Festung ist erhalten. Einst war sie Stammsitz einer Tiroler Adelsfamilie, heute sind nur noch Überreste der Burg auf 1600 m Höhe am Eingang des Langentals zu erspähen. Nicht weit davon beherbergt die kleine Silvesterkapelle  alte Fresken. 

Zu Wolkenstein gehören auch die beiden seit jeher über das Gebiet herrschenden Bergübergänge. Wenig Genaues ist über die Geschichte des Grödner Joches bekannt, doch zeugen archäologische Funde von einer frühen Nutzung des Alpenpasses, der das Grödnertal mit dem Gadertal verbindet. Ein bisschen höher, auf 2240 m liegt der Sellajoch. Schon seit 1884 gibt es am Pass zwischen Gröden und dem Fassatal eine erste Herberge. Spektakulär und zu Recht bekannt ist die Fahrt über die 4 Pässe der Sellaronda.

Wolkenstein gilt als beliebter Urlaubsort; im Winter wie im Sommer. In der kalten Jahreszeit gibt es Action in einer einmaligen Kulisse: Abenteuerliche Skitouren, Eisklettern oder Ski-Freeride. Abseits des Rummels locken Schneeschuhwanderungen im idyllischen Weiß; wer mag, kann sich von Wolkenstein aus in die Sella Ronda stürzen. Im Sommer verwöhnen Wanderungen in allen Schwierigkeitsgraden und schier unendlicher Vielfalt mit einem nicht zu toppenden Panorama. Mindestens genauso groß ist die Auswahl beim Alpinklettern in Wolkenstein. Abenteuer pur inmitten der Dolomiten.