Die Trostburg über Waidbruck

Waidbruck

Die Kleinste Waidbruck ist nach Einwohnern die kleinste Gemeinde Südtirols und nach Fläche die Drittkleinste. Und ist damit ein Kuriosum.

Aber nichtsdestotrotz ist Waidbruck eine lebendige Gemeinde mit allem was dazugehört, nur eben etwas kleiner. Wie der Name Waidbruck schon sagt, geht es bei dieser Siedlung vor allem um eine Brücke, eine wichtige Brücke über den Fluss Eisack. Von Waidbruck aus schlängelt sich auch das Grödnertal hinein in die Dolomiten, der Ort und seine Brücke über den Fluss Eisack erlangte damit automatisch strategische Bedeutung. Bereits in der Römerzeit entstand um die Brücke die Ortschaft Sublavio, die auch gleichzeitig die Grenze zwischen Italien und dem Norikum markierte. Der Name Sublavio verliert sich im Dunkel der Geschichte, aber um 1173 wird die Trostburg errichtet um den Brückenkopf zu sichern. Von da an ist das Schicksal von Waidbruck eng mit der Trostburg verwoben.

Die Bedeutung von Waidbruck schwankt im Laufe der weiteren Geschichte je nach Zustand und Ausbau der Wege durch das Eisacktal. Mit dem Ausbau des Kuntnerweges durch die Eisackschlucht wird Waidbruck umgangen, der Ort verliert wieder einmal an Bedeutung. Der Bau der Eisenbahn und der Grödner Straße machen Waidbruck im ausgehenden 19. Jahrhundert aber wieder zu einem bedeutenden Warenumschlagplatz, der kleine Ort blüht wieder einmal auf. Und verschwindet mit dem Bau der Autobahn und der Umfahrung in das Grödnertal bereits wieder in die Bedeutungslosigkeit. Was aber bleibt ist die stolze Burg, weithin sichtbar über dem Ort gelegen.